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SPD-Podiumsdiskussion

Fehlende Perspektive in der Gastronomie

Münster

Es gibt wieder mehr Corona-Fälle – weshalb es fraglich ist, ob und wann Restaurants, Bars und Hotels wieder öffnen können. Gastronomen beklagen eine fehlende Perspektive. Doch es gibt auch hoffnungsvolle Zeichen.

Joel Hunold

Keine Stühle, geschlossene Läden: Nach wie für haben Restaurants geschlossen. Foto: Karin Völker

rspektive" – dieses Wort ist wohl am häufigsten in der Online-Podiumsdiskussion zum Thema Gastronomie und Hotellerie gefallen, welche die münsterische SPD organisiert hatte. Denn eine Perspektive, wann und unter welchen Umständen Gastronomen und Hoteliers ihren Geschäftsbetrieb in Münster wieder aufnehmen können, gibt es nicht.

„Ich persönlich kann Ihnen keine Öffnungsperspektive geben und auch keine Impfperspektive“, stellte die bei der Diskussion anwesende SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer (Kreis Steinfurt) zu Beginn klar. Die anschließende Diskussion, zu der auch Renate Dölling, Deutscher Hotel- und Gaststättenverband   Münsterland, und Helge Adolphs, Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätte Münsterland, geladen waren, drehte sich um Überbrückungshilfen, ein Mindestkurzarbeitergeld, die 450-Euro-Grenze von Minijobs und die Mehrwertsteuersätze für Speisen und Getränke – um schlussendlich immer wieder zur Öffnungsperspektive zu kommen.

Mallorca-Reisen statt Münsterland

Arndt-Brauer erinnerte daran, dass „wir immer noch im Stadium der Kontaktvermeidung sind, sonst wären ihre Lokale schon längst wieder auf“. Dennoch forderte etwa Hendrik Eggert, Stellvertreter der münsterischen Gastronomen, Gastronomiebesuche und Reisen mittels Tests wieder zu ermöglichen. Dölling sagte: „Wir möchten nicht auf Biegen und Brechen öffnen, wir denken an die Gesundheit unserer Mitarbeiter und Gäste, aber wir brauchen eine Perspektive.“ Zudem sagte sie, dass es  „schwer zu vermitteln ist, das man nach Mallorca in den Urlaub reisen kann, aber wenn man im Münsterland mit dem Fahrrad unterwegs ist, man dort nicht übernachten darf“.

Arndt-Brauer stellte derweil, falls die Krise über den Sommer andauern sollte, weitere Überbrückungshilfen und Ausgleichszahlungen in Aussicht.

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