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„Blauhelme“ begeistern Münster

Feuerwehrsportler laufen 112 Kilometer für den guten Zweck

Münster

112 Kilometer in voller Feuerwehrmontur sind am Wochenende die Feuerwehrsportler Ingo Kolhoff und Jörg Friedrich (43) vom „Club der blauen Helme“ in Münster gelaufen. Getragen wurden sie dabei nicht nur vom Gedanken an den guten Zweck der Tort(o)ur – auch die Resonanz der Bevölkerung machte den schweren Gang deutlich leichter.

Helmut P. Etzkorn

Die Feuerwehrsportler Ingo Kohlhoff und Jörg Friedrich stehen am Samstagmittag am Start zu 112 Kilometern für den guten Zweck. Foto: hpe

24 Stunden quer durch Münster in kompletter Schutzausrüstung mit der Sauerstoffflasche auf dem Rücken: Die Feuerwehrsportler Ingo Kolhoff (46) und Jörg Friedrich (43) vom „Club der blauen Helme“ sind erschöpft, als sie am Sonntagmittag die letzten von 112 Kilometern hinter sich gebracht haben und am Ziel Aasee eine heiße Tasse Kaffee im Segelclub Münster trinken können.

Unterstützung für Clinic Clowns und Wünschewagen

„Die Bevölkerung hat uns super unterstützt und auch in der langen Nacht immer wieder aufgemuntert durchzuhalten“, sagt Kolhoff. Mit ihrem Spendenlauf, an dem sich in der Nacht auch noch Christian Stein vom Arbeiter-Samariter-Bund Münster (ASB) und Feuerwehrmann Daniel Urban beteiligen, unterstützen die Akteure das Engagement der Clinic Clowns an den Unikliniken und das ASB-Projekt „Wünschewagen“, das todkranken Menschen einen letzten Ausflug an einen schönen Ort ihrer Erinnerung ermöglicht.

Feuerwehrsportler Jörg Friedrich

„Mit sieben Grad war es schon fast zu warm für so einen Lauf“, meint Friedrich, der zusammen mit seinen Kollegen für ein paar Stunden zum wohl beliebtesten Fotoobjekt in Münster wird. „Wir haben tolle Gespräche mit den Passanten geführt und den Sinn unserer ungewöhnlichen Aktion erklärt. Die Resonanz war riesig“, so Kohlhoff.

Ursprünglich sollte die ganze „Blaulichtfamilie“ von Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen mit 300 Aktiven in Münster an den Start gehen, wegen Corona beschränkt man sich dann aber auf zwei Läuferteams. Beim Polizeipräsidenten gibt es früh am Sonntagmorgen einen Willkommensgruß, die Domfreude veranstalten eine Fotosession in der City und überreichen Geschenke.

Werbung für die Aktion „Keine Gewalt gegen Rettungskräfte“

Ganz nebenbei werben die „Blauhelme“ für die Aktion „Keine Gewalt gegen Rettungskräfte“. Bereits vor drei Jahren waren die Sportler in Uniform im Einsatz, liefen von Metelen nach Münster und unterstützten das UKM-Familienhaus. Die Charityaktion wird getragen von Sponsoren, die nach den Läufen für die jeweiligen Projekte spenden.

Ein großes Lob der „Blauhelme“ geht an den Segelclub Münster. Organisiert von Matthias Pape, gibt es im Clubhaus eine Aufwärmstation und eine 24-Stunden-Betreuung für die Aktiven.

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