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Nachrichten Münster

Flotter Strich für die Uni

Karin Völker

Münster. Düstere Wolken, stürmische Böen, immer wieder kräftige Schauer – wer an einem solchen Tag ein Sommerfest plant (und auch veranstaltet), kann sich auf unerschütterliche Gäste verlassen. Die Universität hatte wie jedes Jahr Anfang Juli Mitglieder und Freunde in den Schlossgarten eingeladen – und dank fortgesetzten Regens feucht und trotzdem fröhlich gefeiert.

Dafür sorgten unter anderem das Salonorchester des Fachbereichs Musikhochschule und die Band „Echtes Ballett“. Deren Mitglieder wandten sich an das leider nur spärlich anwesende studentische Publikum und traten in den vom AStA vertriebenen Studiengebühren-Boykott-T-Shirts auf die Bühne.

Seit Freitagabend hat die Universität auch ganz offiziell ein neues Logo, entworfen von der Design-Studentin Hanna Schulz von der Fachhochschule. Ihr Entwurf eines stilisierten Schlosses mit parallelen Linien und der Andeutung eines Türmchens – „ein Leuchtturm“, so die Interpretation eines Rektoratsmitglieds – wurde unter mehreren Konkurrenz-Arbeiten ausgewählt. Die 24-Jährige verbarg ihren Stolz keineswegs. „Es toll, dass ich etwas Bleibendes hier hinterlassen kann, wenn ich nach dem Studium aus Münster weggehe“, kommentierte die Studentin im neunten Semester.

Auf der Westseite des Schlosses prangte bereits ein großes Transparent mit dem neuen Logo und dem großformatigen Foto einer Gruppe fröhlicher junger Leute – die augenscheinlich richtig froh sind, an der WWU studieren zu dürfen.

Die erstmals zu zahlenden Studiengebühren, Anpassung ans Hochschulfreiheitsgesetz, Wettrennen in der Exzellenzinitiative hin und her: Rektorin Ursula Nelles zeigte sich bei der Präsentation froh, dass die Universität nun auch mit einem modernen Marketingkonzept aufwarten könne. Genug Gesprächsstoff also für die etlichen hundert Gäste, darunter Repräsentanten von Stadt, Behörden und Land. Auch Sozialminister Karl-Josef Laumann machte der Universität beim Schlossgartenfest die Aufwartung. Das hatte zu vorgerückter Stunde noch echte Knalleffekte auf Lager. Dafür sorgte Prof. Dr. Hans-Dieter Barke mit seiner großartigen Chemie-Show.

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