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DZERA

Neues Zentrum am UKM – Fokus auf Atemwegserkrankungen

Münster

Menschen, die an einer Erkrankung der oberen Atemwege leiden, steht nun am Universitätsklinikum Münster (UKM) das neu gegründete Deutsche Zentrum für Erkrankungen der oberen Atemwege (DZERA) zur Seite. Daran beteiligt sind mehrere UKM-Kliniken.

Am Universitätsklinikum Münster ist mit dem Deutschen Zentrum für Erkrankungen der oberen Atemwege eine neue interdisziplinäre Anlaufstelle entstanden. Daran beteiligt sind mehrere Kliniken des UKM. Foto: UKM/Marcus Heine

Wenn häufige Erkrankungen der oberen Atemwege zu spät oder nicht richtig behandelt werden oder eine angeborene Immunschwäche oder Autoimmunerkrankung vorliegt, kann es vorkommen, dass sich Erscheinungen wie Rhinitis (Schnupfen) oder Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhlen) dauerhaft chronisch ausbilden.

Die unangenehmen Folgen betreffen laut einer Pressemitteilung des Uniklinikums Münster (UKM) nicht nur die ständig laufende Nase, sondern können den von Medizinern gefürchteten „Etagenwechsel“ zur Folge haben – also die Ausweitung der Beschwerden auf die unteren Atemwege wie Bronchien und Lunge. Sogar Asthmaanfälle und/oder Luftnot können dann die Folge sein.

Mehrebenen-Diagnostik

„Unsere Atemwege gehören zusammen. Wir betrachten die obere und die untere Etage der Atemwege gemeinsam, denn sie beeinflussen sich gegenseitig stark“, sagt Prof. Dr. Claudia Rudack als Direktorin der Hals-, Nasen-, Ohrenklinik am UKM. Dieser Zusammenhang sowie die Vielzahl der Ursachen einer chronischen Erkrankung der Atemwege habe zu der Idee geführt, eine Mehrebenen-Diagnostik in einem umfassenden Zentrum anzubieten – dem Deutschen Zentrum für Erkrankungen der oberen Atemwege (DZERA).

Die Besonderheit der mehrdimensionalen Zusammenarbeit im DZERA sind die wöchentlichen Fallbesprechungen mit allen beteiligten Kliniken: „Viele Erkrankungen der Atemwege existieren nicht allein, sondern kommen in Vergemeinschaftung. Wir machen uns in unseren wöchentlichen Fallbesprechungen gemeinsam an die Abklärung von chronischen Atemwegserkrankungen und wählen – je nach Diagnose – eine individuell angepasste Behandlung aus“, erklärt Rudack, die das DZERA leitet. Mit effektiven Therapien könnten Beschwerden gelindert oder gar ganz zum Abklingen gebracht werden.

Auch Kinder und Jugendliche werden am DZERA behandelt

Am DZERA beteiligt ist neben der HNO- unter anderem die UKM-Hautklinik mit den dort angebundenen allergologischen Patienten. Auch die beiden Kliniken für Innere Medizin Med B und Med D sind Teil des DZERA: Sie führen dem Zentrum die große Gruppe der Autoimmunerkrankten und rheumatologischen Patienten zu. Die Pneumologie mit ihrer Immundefektambulanz für Erwachsene ist weiterer wesentlicher Ansprechpartner in der Inneren Medizin.

Nicht nur erwachsene Patienten, sondern auch Kinder und Jugendliche werden am DZERA künftig behandelt, die Klinik für Allgemeine Pädiatrie und die Klinik für pädiatrische Rheumatologie und Immunologie sind ebenfalls Teil des Zentrums.

Termine über Hausarzt oder Kontakt per Mail

Interessierte können sich über den Hausarzt oder eigeninitiativ an die interdisziplinäre Sprechstunde des DZERA wenden. Terminabsprachen sind unter dzera@ ukmuenster.de möglich.

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