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Münsters erstes besetztes Haus

Frauenstraße 24 vor 40 Jahren vor dem Abriss gerettet

Münster

Vor 40 Jahren wurde die Frauenstraße 24 nach fast achtjährigem Widerstand vor dem Abriss gerettet. Es war das erste besetzte Haus Münsters, mittendrin: Bernd Uppena. Er erzählt von der Zeit der Besetzung des Hauses, das heute Denkmalstatus hat.

Karin Völker

Die Kulturkneipe Frauenstraße 24 war und ist nicht nur für Generationen von Studierenden Anlaufstelle – sondern auch ein Platz für die freie Kulturszene. Foto: Matthias Ahlke

Welches Haus kann schon von sich sagen, ein eigenes Lied zu haben? Erste Strophe: „Es steht ein Haus in unserer Stadt, das stand schon lange leer. Das gehörte einem Makler, doch dem gehört’s nicht mehr.“ Damit ist beschrieben, was für die Frauenstraße 24 genau vor 40 Jahren in Münster Fakt wurde. Die Wohnungsgesellschaft LEG, damals hundertprozentiges Landeseigentum, kaufte das zuvor acht Jahre lang besetzte Haus mit der Jugendstilfassade besagtem Makler ab. Die Frauenstraße 24, kurz F 24, war vor dem Abriss gerettet und ist seither ein Denkmal in doppelter Hinsicht. Neben dem Einzug auf die offizielle Denkmalliste ist das blau-weiße Haus, Baujahr 1905, auch ein Monument für Hartnäckigkeit im Kampf für die Erhaltung von kostengünstigem Wohnraum.

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