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Frieren wie auf dem eisigen Mars

Kinderuni über geologische Forschungen auf Spitzbergen

Münster

Auf dem Mars herrschen meist eisige Temperaturen. Man muss aber nicht unbedingt dort sein, um mehr darüber herauszufinden, wie die Bedingungen auf dem fernen Planeten sind. Harald Hiesiger, Planetologe von der Uni Münster, erzählt bei der nächsten Vorlesung der Kinderuni mehr.

Von Karin Völker

Warme Kleidung ist für Prof. Harald Hiesinger unverzichtbar, wenn er auf Spitzbergen forscht.. Foto: Nico Schmedemann

Mit durchschnittlich minus 60 Grad Celsius ist der Mars ein kalter Wüstenplanet, auf dem es zahlreiche Hinweise auf ausgedehnte Eisvorkommen und sogar Polkappen gibt. Im Untergrund des Mars ist Eis vorhanden, ähnlich wie in manchen Gebieten auf der Erde, wo so genannter Permafrost herrscht. Die Region um die Forschungsstation „Ny Alesund“ auf Spitzbergen ist eines davon. Hier hat Prof. Dr. Harald Hiesinger, Planetologe von der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) wiederholt länger geforscht – um mehr darüber herauszufinden, wie die Bedingungen auf dem Mars sind.

Am 29. April berichtet er bei der nächsten Vorlesung der Kinderuni Münster über „Spitzbergen und Mars: von Gletschern, Steinkreisen, Nudelsuppen und mehr“. Die Vorlesung findet wieder in Präsenz im Hörsaal H1 am Schlossplatz 46 statt und wird zusätzlich per Video übertragen.

Alle Plätze im Hörsaal sind ausschließlich für Kinder reserviert

Eine Anmeldung bis zum 28. April um 10 Uhr auf der Webseite www.uni-muenster.de/kinderuni/ ist erforderlich. Der Hörsaal ist gut belüftet, von den rund 800 Plätzen wird nur jeder zweite belegt, betonen die Organisatoren von der WWU. Während der Vorlesung muss eine Maske getragen werden. Die Plätze im Hörsaal sind ausschließlich für Kinder reserviert. Alle angemeldeten Kinder erhalten einen Tag vor der Veranstaltung per E-Mail einen Link zum Einloggen in Zoom. Die Videoübertragung ist nicht interaktiv – die Kinder können also nur zuschauen.

Die Forschungsstation „Ny Alesund“ auf Spitzbergen liegt nur ungefähr 1300 Kilometer vom Nordpol entfernt und hat geologische Besonderheiten, die große Ähnlichkeit mit Strukturen auf dem Mars aufweisen, weiß Harald Hiesinger. Wie haben sich diese gebildet? Was ist dazu notwendig? Was sagen sie uns über den Klimawandel auf dem Mars und auf der Erde aus? Auf diese und andere Fragen sucht der Planetologe bei seiner Feldforschung im Arktischen Ozean Antworten.

Einblick in den Alltag des Forschungsteams auf Spitzbergen

Und was haben Nudelsuppen mit Harald Hiesingers Forschung zu tun? In seinem Vortrag beantwortet er nicht nur wissenschaftliche Fragen, sondern gibt auch einen Einblick in den Alltag des Forschungsteams in einer extremen Umgebung. Nudelsuppen sind beispielsweise ein wichtiger Teil der Verpflegung. Vier Forscher auf engstem Raum zusammen: Wie funktioniert das Miteinander? Und wie geht man mit ungewohnten Gefahren um, wie zum Beispiel Eisbären und kaltem Wetter?

Die Kinder-Uni Münster ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der WWU und der Westfälischen Nachrichten und richtet sich an Schülerinnen und Schüler der dritten bis siebten Klasse.

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