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Funkmast rückt näher

Klaus Baumeister

Münster - Der 50 Meter hohe Mast zum Aufbau des digitalen Polizeifunks in der Aaseestadt rückt immer näher. Gestern begannen auf dem Gelände der Landespolizeischule an der Weseler Straße die Bauarbeiten zur Errichtung eines Technikgebäudes. Konkret handelt es sich um eine „Vermittlungsstelle“, so die Auskunft von Dietmar Zeleny, Pressesprecher des Bau- und Liegenschaftsbetriebes in Düsseldorf. „Der Bund hat uns damit beauftragt, das Gebäude zu errichten“, stellte Zeleny die Zuständigkeiten dar.

Für den Funkmast selbst ist das NRW-Innenministerium zuständig, genauer gesagt das Landesamt für zentrale polizeiliche Dienste (LZPD). Diesen Unterschied betonte gestern auch Zeleny noch einmal. Für das Technikgebäude liege bereits eine Baugenehmigung vor, beim Standort für den umstrittenen Funkturm „laufen noch Gespräche“.

Für die Bürgerinitiative gegen den Funkturm ist diese Trennung aber nur eine Farce. Ursula Penselin, Sprecherin der Bürgerinitiative, schickte gestern einen Brandbrief an die Verantwortlichen der Stadt. Viele Bewohner der Aaseestadt lehnen ebenso wie Stadtdirektor Hartwig Schultheiß den Mast aus städtebaulichen Gründen ab.

Gleichwohl sind die Mitsprachemöglichkeiten offenbar sehr begrenzt. So hatte ein LZPD-Sprecher jüngst mitgeteilt, dass sich seine Behörde auf die Aaseestadt als Standort festgelegt habe. Eine Trennung von Technikgebäude und Mast sei nachteilig.

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