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Industriedenkmal Gasometer

Demo für den Erhalt des kulturellen Freiraums

Münster

Was passiert mit dem Gasometer am Albersloher Weg? Der Vertrag zwischen Eigentümer, nämlich den Stadtwerken, und den Nutzern, der Verein Sozialpalast, läuft Ende September aus. Gegen einen drohenden Verkauf protestierten jetzt 200 Menschen.

Am Hauptbahnhof stoppte der Demonstrationszug für eine Zwischenkundgebung. Foto: Pjer Biederstädt

Unter dem Motto „Gazo bleibt!“ haben am Samstag laut Polizei 200 Menschen mit einem Protestmarsch vom Prinzipalmarkt bis zum Albersloher Weg für den Erhalt des Gasometers als öffentlich und gemeinschaftlich genutzten Raum demonstriert.

Die Pläne der Stadtwerke, das Industriedenkmal zu verkaufen, stößt bei den aktuellen Nutzern auf massive Kritik. Seit März 2021 bespielt das sogenannte „Gazo Kollektiv“ des Vereins Sozialpalast die Fläche kulturell und bietet weiteren Gruppen und Initiativen der Stadt dort Raum zur Entfaltung.

Forderung nach Vertragsverlängerung

Doch der Mietvertrag des Vereins mit den Stadtwerken läuft am 30. September aus. „Deshalb fordern wir eine Verlängerung“, sagte Eva Chavand vom Verein Sozialpalast am Rande der Demo. Ganz generell sei sie gegen den Verkauf kommunaler Immobilien und Flächen. Der Stadtraum sei „nicht nur für Konsum, sondern für das Leben der Menschen“ bestimmt.

Ben Neßeler von der B-Side betonte in seiner Rede, dass der Verein den Gasometer kulturell belebt und schlummernde Potenziale geweckt habe. „Deshalb hat das Nutzungskonzept des Sozialpalastes eine Chance verdient.“ Projekte wie der Gasometer seien nicht bloß nett zu haben, Bonus oder Luxus, sondern wichtiger Bestandteil der kulturellen Daseinsvorsorge, sagte Neßeler, ehe der Demonstrationszug zu elektronischer Musik sein Ziel ansteuerte: den Gasometer.

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