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Münsterliste stellt Programm vor

Für einen besseren Wohnungsmarkt

Münster

Ein zentraler Schwerpunkt im Wahlprogramm der Münster-Liste ist das Thema Wohnen. Die Spitzenkandidaten luden zur Vorstellung der Eckpunkte auf die Gemeinschaftswiese der Wohnhäuser an der Nieberding­straße ein.

Karin Völker

Die Spitzenkandidaten der Münster-Liste auf dem Spielschiff der Mieter an der Nieberdingstraße (v.l.): Sarah Geselbracht, Monika Hemesath, Werner Szybalski und Georgios Tsakalidis Foto: Karin Völker

Die neue Gruppierung „Münster-Liste bunt und international“ hat in allen 33 Bezirken für die Kommunalwahl Kandidaten aufgestellt, ebenfalls für die Wahl der Bezirksvertretungen mit Ausnahme des Bezirks Ost. Jetzt startet die Gruppierung um ihren Oberbürgermeister-Kandidaten Dr. Georgios Tsakalidis die Plakate für den Wahlkampf.

Ein zentraler Schwerpunkt im Wahlprogramm der Münster-Liste ist das Thema Wohnen. Die Spitzenkandidaten luden zur Vorstellung der Eckpunkte auf die Gemeinschaftswiese der Wohnhäuser an der Nieberding­straße ein. Dort herrscht in den Häusern im Eigentum der Bima (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) durch den Bewohner-Verein „Nieber-Ding“ schon ein hohes Maß an Selbstverwaltung der Mieterschaft. Ein Modell für andere Wohnquartiere, wie Werner Szybalski, auf Platz zwei der Ratsliste, ausführt. Möglichst wenige Eingriffe in Flora und Fauna und Stärkung des sozialen Zusammenhalts sowie der Verantwortung für das Wohnquartier sind die Akzente, die die Münsterliste fördern will. Dazu gehöre gegenwärtig auch die Bürgerinitiave Aaseestadt, die sich gegen die Nachverdichtungspläne in ihrem Viertel wehrt, berichtet Sarah Geselbracht, Bewohnerin an der Nieberdingstraße und auf Platz drei der Ratsliste. Auch Baugruppen, die Grundstücke für gemeinsame Wohnprojekte suchen, will die Liste stärker unterstützen.

Monika Hemesath (Platz vier) betont ein weiteres Anliegen, das auch dem Spitzenkandidaten Georgios Tsakalidis besonders am Herzen liegt: „Gerade Familien, insbesondere mit Migrationsvorgeschichte benötigen bezahlbaren Wohnraum in Münster“, sagt Hemesath, die den Nachnamen ihres deutschen Ehemannes angenommen hat. Sie hat früher selbst erlebt, dass sie wegen ihres ausländischen Mädchennamens schon von vornherein nicht zu Wohnungsbesichtigungen eingeladen wurde.

Georgios Tsakalidis, der beruflich Münsteraner mit Migrationsvorgeschichte unterstützt, beobachtet, dass nun sehr viel mehr Menschen mit ausländischen Wurzeln als früher von diskriminierenden Erfahrungen berichten. Sie finden jetzt endlich den Mut, darüber zu sprechen“, so Tsakalidis.

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