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Fragen & Antworten

Was man zum G7-Treffen in Münster wissen muss

Münster

Weltpolitik in Münster: Das nächste Treffen der G7-Außenminister findet im November in Münster statt. Doch was ist die G7? Und was ist bereits zum Treffen in Münster bekannt? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Von Anna Spliethoff

Die Außenministerinnen und Außenminister der G7-Staaten treffen sich im November 2022 in Münster. Gastgeberin ist Deutschland Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne). Foto: dpa
  • Im November findet in Münster das nächste G7-Treffen der Außenministerinnen und Außenminister statt.
  • Das Treffen soll im Historischen Rathaus, also mitten in der Innenstadt, veranstaltet werden.
  • Im Jahr 2022 hat Deutschland zum siebten Mal die G7-Präsidentschaft inne. Der G7-Gipfel der Staats- und Regierungschefs fand im Juni in Elmau in Bayern statt.

Wann findet das Treffen der G7-Außenminister in Münster statt?

Das Treffen der Außenministerinnen und Außenminister der G7 findet am 3. und 4. November 2022 in Münster statt.

Wo genau findet das G7-Treffen statt?

Die Außenministerinnen und Außenminister der sieben beteiligten Staaten sollen nach bisherigen Informationen im Historischen Rathaus in Münster zu ihrem Treffen zusammenkommen.

Warum findet das Treffen in Münster statt?

Das G7-Treffen ist ein Top-Ereignis der Weltpolitik. Warum genau es in Münster stattfinden soll, hat das Auswärtige Amt nicht erläutert. Angesichts des seit mehr als einem halben Jahr andauernden russischen Angriffskrieges auf die Ukraine dürfte die Wahl der Stadt Münster allerdings als ein symbolisches Zeichen gewertet werden. Das Treffen soll im Rathaus stattfinden, in dem 1648 der Westfälische Frieden unterzeichnet wurde. Dieser steht für eine von freien Staaten in Verhandlungen und nicht mit Waffen erzielte Friedensordnung. Im kommenden Jahr wird in Münster zudem das große Jubiläum „375 Jahre Westfälischer Frieden“ begangen.

Was ist bereits über das G7-Treffen in Münster bekannt?

Details zum Treffen der Außenministerinnen und Außenminister in Münster hat das Auswärtige Amt bislang noch nicht bekannt gegeben. Eine Delegation des Außenministeriums war jedoch schon Mitte August sowie Anfang September in Münster, um Örtlichkeiten für das Treffen sowie die Unterbringung unter die Lupe zu nehmen.

Video in Kooperation mit der Lokalzeit Münsterland des WDR:

Wer kommt zum G7-Treffen in Münster?

Gastgeberin des Treffens ist die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne). Zum Treffen kommen alle Außenministerinnen und Außenminister der G7-Staaten. Oft werden zu den Treffen zudem weitere Gäste eingeladen. Welche dies im November in Münster sein werden, steht noch nicht fest.

Wie kommen die Minister und ihre Delegationen nach Münster?

Die Außenministerinnen und Außenminister sowie deren Delegationen werden über den Flughafen Münster-Osnabrück (FMO) in Greven anreisen. Das hat FMO-Sprecher Andrés Heinemann bestätigt. Einen Empfang mit rotem Teppich und Reden wird es am Flughafen nicht geben.

Was bedeutet das G7-Treffen für die Polizei in Münster?

Die Polizei Münster ist nach Angaben von Polizeisprecher Jan Schabacker federführend für die Sicherheit zuständig. Es ist mit sehr hohen Sicherheitsmaßnahmen zu rechnen. Die Polizei bereitet sich nach Angaben des Sprechers bereits intensiv auf den Mega-Einsatz vor. Unter anderem wird eine Bürgerhotline eingerichtet, um Fragen rund um das G7-Treffen zu beantworten. Mittlerweile ist bekannt, dass ein Sicherheitsbereich rund um das Rathaus und dem Domplatz für das G7-Treffen in Münster geplant ist.

Wie viele Polizisten werden in Münster im Einsatz sein?

Die Planungen für den Polizeieinsatz rund um das G7-Treffen laufen. Beim ersten Außenminister-Treffen unter der deutschen G7-Präsidentschaft in diesem Jahr in Weißenhaus an der Ostsee sorgten rund 3500 Beamte von Bundes- und Landespolizei sowie vom Bundeskriminalamt für die Sicherheit.

Welche Auswirkungen wird das G7-Treffen haben?

Rund um das Rathaus dürfte an den beiden November-Tagen die höchste Sicherheitsstufe herrschen, wenn dort die Minister-Runde tagen wird. Nicht ausgeschlossen, dass in diesen Zeiten der Prinzipalmarkt gesperrt werden wird.

Was ist die G7?

Die „Gruppe der Sieben“ (G7) ist ein informelles Forum der Staats- und Regierungschefs der sieben wirtschaftsstärksten Industrieländer der Welt. Wie auch die „Gruppe der 20“ (G20) ist sie keine internationale Organisation.

Welche Länder zählen zur G7?

Der G7 gehören neben Deutschland noch Frankreich, Japan, Italien, Kanada, Großbritannien und die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) an.

Wie arbeitet die G7?

Die Staats- und Regierungschef der sieben beteiligten Länder treffen sich jährlich zu einem G7-Gipfel. In diesem Jahr fand dieser im Juni auf Schloss Elmau in Bayern statt. Die sieben Staaten stimmen dabei „gemeinsame Positionen zu globalen politischen Fragestellungen ab“, heißt es auf der Homepage der Bundesregierung. Da die „Gruppe der Sieben“ keine internationale Organisation ist, gibt es keine Verwaltung. Federführend ist die jeweilige Präsidentschaft, die sich um die Organisation sowie die Agenda des Gipfels kümmert.

Neben dem G7-Gipfel gibt es jährlich zudem weitere Treffen, beispielsweise auf Minister- oder Expertenebene – wie etwa das Außenminister-Treffen in Münster. Auch bei diesen Treffen werden gemeinsame Positionen zu politischen Themen abgestimmt.

Wer hat die G7-Präsidentschaft 2022 inne?

In diesem Jahr hat Deutschland den Vorsitz der G7 übernommen. Damit war Deutschland Gastgeber des G7-Gipfels im Juni. Deutschland hat in diesem Jahr zum siebten Mal die Präsidentschaft der G7 inne. Der Vorsitz wechselt jährlich, im kommenden Jahr wird Deutschland von Japan abgelöst.

Was ist der Unterschied zwischen einem G7-Gipfel und einem G7-Treffen?

Als G7-Gipfel wird die jährliche Zusammenkunft der Staats- und Regierungschefs der sieben beteiligten Länder bezeichnet. Kommen die Minister oder auch Expertengruppen der sieben wirtschaftsstärksten Nationen zusammen, wird von einem G7-Treffen gesprochen.

Wie ist die G7 entstanden?

Der frühere französische Präsident Valéry Giscard d'Estaing und der damalige deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt haben 1975 den ersten „Wirtschaftsgipfel“ einberufen. Beteiligt waren neben Deutschland und Frankreich die Staats- und Regierungschefs aus Italien, Großbritannien, Japan und den USA. Das Treffen diente nach Angaben der Bundesregierung angesichts ökonomischer Probleme wie der Ölkrise dazu, gemeinsam Lösungsansätze auszutauschen.

1976 wurde Kanada in den Kreis aufgenommen, aus dem „Wirtschaftsgipfel“ wurde die „Gruppe der Sieben“.  Nach dem Ende der Ost-West-Konfrontation wurde die Gruppe 1998 schließlich zur „Gruppe der Acht“ (G8): Russland wurde Mitglied. Nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine im Februar 2022 wurde Russland ausgeschlossen. Seitdem trifft sich wieder die G7.

Welche Ziele verfolgt Deutschland in der G7?

Deutschland legt nach eigenen Angaben „hohen Wert auf den Austausch mit den G7-Partnern zu aktuellen globalen Herausforderungen und Fragen“. Ziel sei es, ein möglichst gemeinsames Vorgehen abzustimmen - unter anderem bei Themen wie der aktuellen Corona-Pandemie, dem Klimawandel oder auch dem Welthandel. Wichtig ist aus Sicht der deutschen Regierung jedoch auch, „die Perspektive der Entwicklungsländer und vor allem Afrika im Blick zu behalten“.

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