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G7-Treffen

Acht Dolmetscher sorgen für das korrekte Verständnis

Münster

Oft sprechen die Außenministerinnen und -Minister der G7-Konferenz der Einfachheit halber Englisch miteinander. Aber für das Verständnis von Details und Zwischentönen waren acht Spezialisten zuständig.

Blick in eine Dolmetscher-Kabine im LWL-Museum  Foto: Enrico Günther

Die sechs Frauen und zwei Männer in Diensten des Auswärtigen Amtes hatten an den vergangenen beiden Tagen einen harten Job, der vollste Konzentration erfordert. Alle 30 Minuten wechselten sich die Dolmetscherinnen und Dolmetscher, die die Gespräche am runden Tisch der Außenministerinnen und -Minister übersetzten, ab, erklärte Enrico Günther, einer der Sprecher des Auswärtigen Amtes.

Vertreten waren die Muttersprachen der beteiligten Hauptpersonen: Neben der Gastgeber-Sprache Deutsch waren das Englisch, Französisch, Italienisch und Japanisch.

Arbeitssprache war in Münster Deutsch

Sogenannte Arbeitssprache war in Münster das Deutsche, so Günther. Das bedeute, dass auch, wenn die Ministerinnen und Minister sich auf Englisch unterhielten, alles simultan zuerst ins Deutsche und dann in die jeweiligen anderen Sprachen übersetzt wurde. „Die Ministerinnen und Minister haben ein Knopf im Ohr und können sich jederzeit in die Übersetzung in die eigene Sprache einschalten, erläutert Günther. Auch wenn alle fließend Englisch sprächen, komme es bei Gesprächen wie bei der Konferenz in Münster auf jedes Detail und auch die Zwischentöne an, ergänzt er.

Dolmetscher-Kabinen im Stadthaus und im LWL-Museum

Die Dolmetscher arbeiteten bei den Gesprächen im Rathaus in Kabinen, die im Stadthaus 1 aufgebaut waren. Im LWL-Museum waren zusätzlich im Vortragssaal für die Abschlusspressekonferenz Übersetzer-Kabinen installiert worden. Die gefragten Sprachen der Konferenz in Münster seien gängig für das Auswärtige Amt, die beteiligten Kollegen gehören also zum festen Team des Ministeriums in Berlin. „Wenn seltene Sprachen gefragt sind, schalten wir Übersetzer aus unseren jeweiligen Botschaften ein“, erklärt Günther. Die Sprache des spanischen EU-Außenbeauftragen Josep Borrell wurde übrigens nicht gedolmetscht. Und US-Außenminister Antony Blinken hatte noch eine eigene Übersetzerin mitgebracht.

Alle grundlegenden Informationen zum G7-Treffen in Münster finden Sie auf unserer Special-Seite. Und unter folgendem Link steht das gesamte WN-Angebot vier Wochen kostenfrei zur Verfügung: wn.de/digitalbasis

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