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G7-Treffen

Münster – Friedensstadt mit Symbolkraft

Münster

Anfang November richten sich die Augen der Welt auf Münster. Dann treffen sich dort die Außenministerinnen und Außenminister der G7. Warum das Treffen in Münster stattfindet, hat vor allem mit der Symbolkraft zu tun.

Das Historische Rathaus von Münster mit dem Friedenssaal– hier in den Farben von NRW angestrahlt – steht im Mittelpunkt des G7-Außenministertreffens. Foto: IMAGO

Spätestens seitdem in Europa durch die russische Aggression in der Ukraine wieder Krieg herrscht, wird der Blick auf frühere Auseinandersetzungen und Strategien – sie zu bewenden – wieder besonders wichtig.

Vor 374 Jahren wurde mit dem Westfälischen Frieden in Münster ein bis heute in der Geschichte beispiel­gebender Frieden geschlossen – zum ersten Mal wurde 1648 ein zuvor 30 Jahre währender, für die Länder Europas verheerender und durch Kampf nicht zu ­beendender Krieg durch Verhandlungen beigelegt. Das diplomatische Ringen, das mit der Friedens­unterzeichnung am 24. Oktober 1648 im münste­rischen Rathaus erfolgreich zu Ende ging, hatte fünf Jahre gedauert.

Die Symbolkraft des Westfälischen Friedens

Die Symbolkraft des Westfälischen Friedens ist ein guter Grund, die Außenminister der G7 jetzt nach Münster einzuladen. 1998 empfing Münster, 350 Jahre nach dem histo­rischen Friedensschluss, die Staatsoberhäupter der einst beteiligten Nationen. Hochrangige Politiker, darunter mehrere ehemalige Staatspräsidenten aus aller Welt wurden seither als Preis­träger des Westfälischen Friedenspreises empfangen.

Weitere Informationen rund um das politische Großereignis finden Sie außerdem auf unserer Special-Seite zum Treffen der G7-Außenminister in Münster 2022.

Um ein Treffen wie das der G7-Außenminister auszurichten, müsse eine Stadt natürlich formale ­Voraussetzungen mitbringen, sagt die Bundentwicklungsministerin und müns­­terische SPD-Bundestagsabgeordnete Svenja Schulze im Gespräch mit unserer Zeitung – Schulze beteuert im Übrigen, an der Entscheidung für Münster nicht beteiligt gewesen zu sein.

Platz für Delegationen und Journalisten aus aller Welt

Neben den Räumlichkeiten für die Verhandlungen gehöre dazu auch einfach das Vorhandensein von genügend Hotelzimmern für die Delegationen und die Journalisten aus aller Welt. Welche Stadt ausgewählt werde, entscheide allein das federführende Außenministerium. Im Mai hatten sich die G7-Außenminister in einem Luxushotel an der Ostsee getroffen.

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