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Vollversammlung des „Gazo-Kollektivs“

Gasometer soll „Ort des sozialen Austausches“ bleiben

Münster

Das „Gazo-Kollektiv“ kämpft dafür, dass das leerstehende Gelände des münsterischen Gasometers auch künftig kulturell genutzt werden kann. Am Samstag veranstalteten die Verantwortlichen eine Online-Vollversammlung.

Von Luca Pals

Das „Gazo-Kollektiv“ möchte die Nutzung des Gasometers weiter möglich machen. Foto: Gerhard H. Kock (Archivbild)

Das leerstehende Gelände des Gasometers wird seit Anfang März vom „Gazo-Kollektiv“ für kulturelle Feste, unterschiedlichste Workshops, Konzerte, Kneipenabende und vieles mehr genutzt. Nach aktuellem Stand wird der laufende Nutzungsvertrag über den 1. Januar 2022 hinaus seitens der Stadtwerke als Vermieter nicht verlängert. Dagegen möchte das Kollektiv, das für das Projekt im November 2020 den gemeinnützigen Verein Sozialpalast gegründet hat, vorgehen. Am Samstag luden die Verantwortlichen zur ersten Vollversammlung ein. Diese fand online statt.

Fast 50 Interessierte waren dabei, um sich über die geteilte Leidenschaft und Erfahrungen aus den zahlreichen Projekten am Gasometer auszutauschen. Sowohl die kulturelle Bedeutung als auch die selbstorganisierte Struktur durch den Verein wurden von den Teilnehmenden in den Vordergrund gestellt. Für viele habe das Areal besonders in Pandemie-Zeiten einen Ort des sozialen Austausches bedeutet.

Stadtwerke planen Investorenwettbewerb

Geplant ist seitens der Stadtwerke, einen Investorenwettbewerb zu eröffnen. In diesem Zusammenhang dränge die Zeit, wurde während der Sitzung betont. In der Vergangenheit seien Gespräche mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und dem Aufsichtsrat der Stadtwerke geführt worden. Besonders mit der Politik sei man weiterhin im stetigen Austausch, berichtet Eva Chavand. Unter anderem in der Ratssitzung am 15. Dezember solle die aktuelle Situation thematisiert werden, die Verantwortlichen rufen in diesem Zusammenhang auch zu einer Kundgebung auf.

Chavand betonte während der Online-Sitzung auch die Wichtigkeit, weiter im Gespräch zu bleiben. Der Ausgang der aktuellen Gespräche ist für die jungen Menschen derweil noch offen, es bleibe wichtig, die eigene Bedeutung des Gasometers in den Vordergrund zu stellen.

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