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Gourmetführer Gault Millau

Sechs Restaurants in Münster ausgezeichnet

Münster

Die Restaurantkritiker des Gault Millau haben gesprochen – und sechs Lokale aus Münster unter ihre „Hauben“ gehoben. Für eines der gekürten Lokale eine faustdicke Überraschung.

Von Karin Völker

Fréderic Morel, Chef im „Coeur D‘Artichaut“ Foto: Guido Kirchner

Die Restaurant-Kritiker von Gault Millau haben gekostet und in dieser Woche die 500 besten Restaurants in Deutschland gekürt. Sechs davon befinden sich in Münster – und besonders lauter Jubel schallte aus dem Großen Kiepenkerl, der erstmals eine von jetzt möglichen fünf Hauben erhielt.

„Damit haben wir gar nicht gerechnet“, freut sich Regina von Westphalen, Chefin in dem Traditionslokal in der Altstadt. „Wir sind ja ein Gasthaus und kein Gourmetrestaurant.“

Im vergangenen Jahr sei der Große Kiepenkerl im Gault Millau immerhin schon einmal erwähnt worden. Die Kochmütze gab es nun hauptsächlich für die Fleischgerichte „aus konsequent artgerechter Tierhaltung“ wie es heißt.

Zusammen mit zwei Sterne-Restaurants unter der Haube

„Unter der Haube“ von Gault Millau ist der Große Kiepenkerl zusammen mit den beiden mit jeweils einem Michelin-Stern ausgezeichneten Lokalen „Coeur d‘Artichaut“ am Alten Fischmarkt (zwei rote Hauben) und dem mittlerweile geschlossenen „Ferment“ bei Ackermann in Roxel (drei rote Hauben). Außerdem von Gault Millau für haubenwürdig befunden wurden die Villa Medici in St. Mauritz, das Restaurant Spitzner im Oerschen Hof und das „ BOK – Brust oder Keule“ an der Melchersstraße mit einer schwarzen und damit einfachen Haube. Im BOK im Kreuzviertel kocht demnächst, wie berichtet, der zuvor im Ferment die Regie führende Sterne-Koch tätige Laurin Kux.

Reaktionen

Fréderic Morel, Chef im bretonischen Gourmetlokal „Coeur d‘Artichaut“ reagiert gelassen auf die zwei roten Hauben im Gault Millau. Die Bewertungen hier seien „etwas verwirrend“, meint er. Im vergangenen Jahr wurden noch bis zu 16 Hauben verteilt, davor seien es zwölf gewesen, nun maximal fünf Hauben, letztere in zwei Kategorien. Rote Hauben gehen an besonders ausgezeichnete Lokale. „Wir schauen nicht auf solche Labels, sondern auf die Zufriedenheit unserer Gäste“, sagt Morel, der seinen Stern in Münster seit 2019 verteidigt. Die Auszeichnung des Guide Michelin sei ihm, wenn man überhaupt auf solche Bewertungen schaue, wichtiger.

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