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Protest

Gegendemos zum Autokorso angekündigt

Münster

Am Sonntag (28. März) kann es in Münsters Innenstadt zu Verkehrseinschränkungen kommen. Gegner der Corona-Maßnahmen haben zu einem Autokorso aufgerufen. Auch Gegendemonstrationen sind bereits angemeldet.

Joel Hunold und Anna Spliethoff

Gegendemonstranten mit Fahrrädern haben Anfang März versucht, einen Autokorso von Gegnern der Corona-Maßnahmen zu blockieren. Dabei kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Foto: Klaus Möllers

Das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ ruft in Münster zu Protesten gegen einen Autokorso der Kritiker der Corona-Maßnahmen auf. Dieser soll am Sonntag (28. März) von 15 bis 17 Uhr stattfinden und vom Schlossplatz unter anderem über die Münzstraße, den Bült und den Ludgeriplatz führen. Laut Polizei werden zum Autokorso 100 Teilnehmer erwartet, aufgeteilt auf 50 bis 70 Autos.

Das Bündnis plant zwei Gegendemonstrationen in der Innenstadt. Um 14 Uhr soll am Schlossplatz die erste starten, zu der nach Angaben der Polizei rund 50 Teilnehmer erwartet werden. Um 15 Uhr startet eine zweite Kundgebung am Servatiiplatz. Für diese sind nach Polizeiangaben 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet.

"Querdenker haben bewiesen, wie gefährlich sie sind"

„Der Autokorso unter der Schirmherrschaft der ‚Ärzte für Aufklärung‘ ist erstmals am 7. März durch Münster gefahren“, heißt es in einer Pressemitteilung von „Keinen Meter den Nazis“. Auch die führenden Köpfe der AfD Münster sollen sich organisatorisch an dem Autokorso beteiligt haben. Das Bündnis rufe daher dazu auf, sich der für Sonntag angekündigten Veranstaltung entgegenzustellen.

„Corona-leugnende Gruppen wie ‚Querdenken‘ haben im letzten Jahr immer wieder bewiesen, wie gefährlich sie sind“, so Carsten Peters, Sprecher des Bündnisses. „Mit ihrem Mix aus Verschwörungserzählungen, die oftmals auf Antisemitismus basieren, der Ablehnung jeglicher faktenbasierter Argumentation und dem Hass auf vermeintliche ‚Eliten‘ sind sie anschlussfähig für die extreme Rechte“.

Verkehrseinschränkungen durch Autokorso

Während des Autokorsos am 7. März war es in Münster zu Ausschreitungen zwischen Polizei und nicht angemeldeten Gegendemonstranten gekommen. Die Polizei werde laut Sprecherin Angela Lüttmann mit „ausreichend Kräften vor Ort sein“. „Wir haben das im Blick, wir wissen, was letztes mal passiert ist“, sagt Lüttmann. Zudem werde es durch den Autokorso wahrscheinlich zu Verkehrseinschränkungen in der Innenstadt kommen.

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