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Herrensitzung in der nicht ganz ausverkauften Halle Münsterland

Geister starten wieder durch

Münster

Prinz und Obergeist Mario hat allen Grund zur Freude: Zum Auftakt der Saison gibt es die Herrensitzung seiner eigenen Gesellschaft. Die Stimmung ist prima; nur voller könnte es sein . . .

Von Helmut P. Etzkorn

Die Tanzsportgruppe Blau-Gelb gefällt zum Auftakt der Herrensitzung mit ihrer Show. Foto: hpe

„Wenn es ganz schlimm kommt und die Säle kalt bleiben, kaufen wir uns Angora-Unterwäsche und trinken ein Bier“, meint Stephan Pahl, Präsident der KG Böse Geister, mit Blick auf eine Session, die für die Organisatoren närrischer Großveranstaltungen angesichts von Corona, Energieeinsparung und weltpolitischer Verwerfungen „eine Herausforderung“ sei.

Trotz vieler Argumente, aktuell nicht zu feiern, gibt es für Pahl eine klare Botschaft an die Akteure seiner Traditionsgesellschaft: „Unser geliebter Karneval kommt von Herzen, und wir machen das Beste draus“, so der Präsident.

Am Samstagabend startet die Gesellschaft, die mit ihrem Vizepräsidenten Mario Engbers den Stadtprinzen stellt, ihre erste Sitzung mit rund 500 Besuchern in der Fünften Jahreszeit.

Karnevalsfreunde müssen noch in Stimmung kommen

Und dennoch bleiben einige Tischreihen in der Halle Münsterland leer, und damit hat Pahl auch gerechnet; „Wir sind diesmal ungewöhnlich früh dran mit unserer Herrensitzung. Aktuell sind viele Parallelveranstaltungen am Karnevalsauftakt-Wochenende, und das spüren wir natürlich.“

Die Freunde des Karnevals müssen außerdem wohl nach zwei Jahren Feier-Ab­stinenz „erst einmal wieder in den richtigen Flow kommen“, beschreibt Moderator, Finalsänger und Sitzungspräsident Ralf „Eppi“ Ebbing die Stimmung im Saal.

Die Akteure auf der Bühne geben sich viel Mühe. Allen voran Prinz und Obergeist Mario, der sich natürlich über „das Heimspiel in der eigenen Gesellschaft gleich zum Auftakt“ freut. Ebenso wie Obergeister-Sprecher Markus Wewer, der von einer „feinen Session, auf die wir lange gewartet haben“, schwärmt.

Keine Herrensitzung ohne Nummerngirl

Immer ein tolles Bühnenbild garantiert die Tanzsportgruppe Blau-Gelb der KG ZiBoMo Wolbeck, die ebenso wie die „fliegenden Mädchen“ vom Tanzcorps Rot-Weiß Bechen den kurzweiligen Abend bereichern.

Nichts geht bei den Herren ohne ein Nummerngirl, auch wenn es diesmal auf den Tischen kein Bier in Minifässern gibt. „Bella“ gibt alles, und das kommt an, ebenso wie die kölsche Stimmungsliederband „Kolibris“, die Fantastic Company, Redner Torsten Bär und die akrobatische „Aramelo-Partner Trampolin-Show“.

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