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Social Entrepreneurship in Münster

Gemeinnützig gründen: Fachhochschule startet interdisziplinären Austausch

Münster

Wie funktioniert soziales Gründen? Um Unternehmerinnen und Unternehmer von morgen für den Trend Social Entrepreneurship zu gewinnen und sie dabei zu begleiten, startet die Fachhochschule Münster einen interdisziplinären Austausch - mit verschiedenen Projekte rund um soziales und ökologisches Unternehmertum. 

Talente in der Region aufbauen und dabei gemeinwohlorientiert handeln: Carsten Schröder, FH-Vizepräsident für Transfer, Kooperation und Innovation, betont die Wichtigkeit des Social Entrepreneurship beim Kick-Off des Austauschs. Foto: FH Münster/Katharina Kipp

Gemeinwohlorientiert handeln und dabei trotzdem unternehmerisch denken – das ist die Idee des Social Entrepreneurship. Soziales und ökologisches Unternehmertum wird in der Gründungsförderung von Fachhochschule (FH) Münster und der TAFH Münster GmbH immer wichtiger.

Gemeinsam mit der TAFH will das Wandelwerk, Zentrum für Qualitätsentwicklung an der Hochschule, einer Pressemitteilung zufolge nun dafür sorgen, dass sich die Idee auch fachbereichsübergreifend durchsetzt – und ruft einen interdisziplinären Austausch dazu ins Leben.

„Als Hochschule wollen wir durch intensive Kooperationen in der Region gesellschaftliche Innovationen fördern und die dafür erforderlichen Talente bilden“, sagte Carsten Schröder, FH-Vizepräsident für Transfer, Kooperation und Innovation, beim digitalen Kick-Off des Austauschs. „Kombiniert man Science/Society mit unserer Gründungsförderung und unserem gesellschaftlichen Engagement, kommt dabei Social Entrepreneurship heraus.“

"Alle Fachbereiche mit an Bord holen"

In vielen verschiedenen Projekten – darunter etwa EXiST-Potentiale, Gründergeist #Youngstarts Münsterland oder das Inkubatorprogramm REACH, das von der WWU Münster geleitet wird – wolle die FH Münster Unternehmerinnen und Unternehmer von morgen begeistern, befähigen und begleiten. „Wir wollen eine Community auf den Weg bringen“, so Gründungsberater Jens Wortmann. „Und dazu möchten wir alle Fachbereiche mit an Bord holen.“

Dass der Austausch wichtig ist, weiß Gründungsberater Michael Kortenbrede aus erster Hand: Er selbst hat etwa das integrative Modelabel bayti hier ins Leben gerufen und beschäftigt sich intensiv mit dem Unternehmensmodell Social Entrepreneurship. „Soziale Unternehmensgründungen brauchen Menschen und Innovationen aus allen Lebensbereichen“, sagt er. „Denn anders als bei einer klassischen Unternehmensgründung müssen wir neben dem Geschäftsmodell ein impact-orientiertes Wirkungsmodell aufbauen, das der Gesellschaft in Gänze zugutekommt.“ Und das gelinge am besten, wenn unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Sichtweisen Lösungen entwickeln.

Social Entrepreneurship soll in Lehre verankert werden

Dass das funktioniert, zeigte bereits der erste interdisziplinäre Austausch: In kleinen Gruppen haben sich Mitarbeitende und Angehörige der FH Münster kennengelernt, ihre Ideen vorgestellt und diskutiert.

Im Zuge der Gründungsförderung soll das Thema auch weiter in der Hochschullehre verankert werden. „Es freut uns sehr zu sehen, wie das Thema Social Entrepreneurship als Katalysator für innovative und interdisziplinäre Lehrprojekte wirkt“, sagt Dr. Jonas Lilienthal vom Wandelwerk.

Dass dies noch weiter in der Lehre an der FH Münster thematisiert wird, begrüßt auch seine Kollegin Dr. Ines Sonnenschein: „Mit Lehrveranstaltungen, die die Befähigung der Studierenden zu unternehmerischem Denken und Handeln in den Blick nehmen, kommen wir unserem Bildungsleitbild ein gutes Stück näher.“

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