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Sonderimpfung in Stadtteilen

Gerne mehr davon

Rund 600 Menschen haben sich am Samstag in Coerde gegen das Corona-Virus impfen lassen. Gut so, und gerne mehr davon, kommentiert Helmut Etzkorn – denn der Gewinner solcher Sonderaktionen ist am Ende ganz Münster.

Von Helmut Etzkornund

Viele Coerder Bürger nutzten das Angebot der Sonderimpfung am Samstag. Foto: hpe

Die Massenimpfung in Coerde war ein gelungenes Experiment. Niederschwellig, ohne große Bürokratie-Hemmnisse und direkt vor Ort gab es ein spontanes Angebot zum Coronaschutz für die Menschen im Stadtteil. Realisiert von zumeist ehrenamtlichen Helfern, die zuvorkommend Hemmungen von denjenigen nahmen, die sich vielleicht in einem anonymen Impfzentrum nicht hätten piksen lassen.

Wer neidisch-negativ diese Aktion in einem prekären Stadtteil kritisiert, sollte lieber positiv denken. Denn am Ende zählt, dass sich möglichst viele impfen lassen und damit weder für sich persönlich noch für andere das Risiko einer schweren Erkrankung in sich tragen. Münsters schon gute Inzidenz sinkt auch deshalb, weil wir als Stadtgesellschaft häufig bewiesen haben, was Solidarität gegenüber den Nachbarn in der Not bedeutet.

Durch Achtsamkeit und Geduld kommt Münster vergleichsweise gut durch die Pandemie. Deshalb gerne mehr von diesen Direktimpfungen in den Stadtteilen. Wenn wir die Menschen dort abholen, wo sie die Hilfe akzeptieren, gibt es nur einen Gewinner: Münster.