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Großprojekt in Gremmendorf

Gespräche in der Bio-Gerüchteküche

Münster-Gremmendorf

In Gremmendorf wird derzeit jede Entwicklung bezüglich des Einzelhandels mit Argusaugen beobachtet. Grund ist das Großprojekt auf dem ehemaligen Kasernen-Gelände direkt gegenüber des bestehenden Einzelhandels. Doch die ersten Entwicklungen stehen wohl auf der alten Meile an – jedenfalls möglicherweise.

Björn Meyer

Im Bereich der ehemaligen Edeka-Filiale könnte ein Super-Bio-Markt entstehen. Spruchreif ist das Projekt aber noch nicht. Foto: Björn Meyer

Dort, wo sich seit Jahrzehnten in Gremmendorf der Einzelhandel angesiedelt hat, im Stadtteil selbst besser bekannt als „die Meile“, gibt es seit Ende Februar einen Leerstand. Die Edeka-Filiale am Albersloher Weg hat geschlossen. Schon seit Tagen kursieren Gerüchte in Gremmendorf, was dort folgen könnte. Das Gerücht, welches am häufigsten zu hören ist, stimmt indes – allerdings nicht komplett.

Denn tatsächlich ist es so, dass die Super-Bio-Markt AG mit Sitz in Münster plant, an der Meile einen weiteren Markt zu eröffnen. Allerdings: Spruchreif ist die Angelegenheit noch keineswegs. Man sei bezüglich des Vorhabens noch in Gesprächen, teilte Super-Bio-Markt Mehrheitsaktionär Michael Radau, zugleich Vorstandsvorsitzender, auf Anfrage unserer Zeitung mit. Den frühesten Zeitpunkt einer möglichen Eröffnung taxiert Radau indes auf 2023, unter anderem, weil das Gebäude, in dem sich bislang der Edeka-Markt befand, abgerissen werden müsste und ein neuer Bau in dem Bereich entstehen würde. Der Super-Bio-Markt ist ein Bio-Vollsortiment-Supermarkt mit nach eigenen Angaben bis zu über 7000 verschiedenen Produkten.

Öffnung der ersten Läden 2024

Der von vielen Gremmendorfern schmerzlich vermisste Drogerie-Markt, den manch einer im Stadtteil sich bereits für den Standort des ehemaligen Edeka-Marktes herbeisehnt, wird indes wohl erst auf der gegenüberliegenden Straßenseite im Zuge der Konversion realisiert werden. Davon jedenfalls geht Konversionsmanager Stephan Aumann aus. „Ein Supermarkt, ein Discounter, ein Drogeriemarkt“, so beschreibt Aumann seine Erwartungen, wenn es um den Einzelhandel geht, der sich an der neu entstehenden Ortsmitte auf dem ehemaligen York-Gelände ansiedeln soll. In konkreten Gesprächen, auch das lässt Aumann durchblicken, ist man in dieser Angelegenheit aber noch nicht.

„Weil ein Mieter ja auch wissen möchte, wie es bei ihm vor der Tür aussieht“, sagt Aumann und verweist damit auf die Entwicklung des Albersloher Wegs. Querungsmöglichkeiten, Sichtachsen – Mitte des Jahres will Aumann diesbezüglich der Öffentlichkeit Ergebnisse der bisherigen Planung vorstellen. Wenn alles gut laufe, könnte dann in der zweiten Hälfte eine Konzeptvergabe für die Einzelhandelsflächen erfolgen. 2023 könnte der entsprechende Hochbau starten, 2024 sich dann bestenfalls, so Aumann, die erste Ladentür öffnen.

Angedacht sind die Einzelhandelsflächen auf dem ehemaligen Kasernengelände etwa in der Höhe des Lotto-Ladens Schamoni auf der gegenüberliegenden Seite des Albersloher Wegs.

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