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Neues Domgrabfeld auf dem Zentralfriedhof eingesegnet

Gesprächsangebote am Feld der Hoffnung

Münster

Ein Friedhof ist mehr als eine letzte Ruhestätte. Der Zentralfriedhof in Münster hat eine Möglichkeit zur Umgestaltung genutzt, um ein neues Konzept umzusetzen.

Gerhard H. Kock

Die Pfarrer Dr. Stefan Rau für die katholische und Reinhard Witt für die evangelische Kirche segneten das neue Domgrabfeld mit dem historischen Kreuz der Clemensschwestern und dem Kunstwerk von Hans-Bernhard Vielstädte ein. Foto: pd

„Wasser spiegelt Himmel“ – dieser Schriftzug steht im Wasserlauf, der das alte Kreuz der Clemensschwestern mit der neuen Stele des Künstlers Hans-Bernhard Vielstädte verbindet. Das neue Domgrabfeld soll schließlich ein Grabfeld der Hoffnung sein. Pfingstmontag wurde der neue Abschnitt auf dem Zentralfriedhof von den Pfarrern Dr. Stefan Rau für die katholische und Reinhard Witt für die evangelische Kirche mit einem ökumenischen Wortgottesdienst unter musikalischer Begleitung von Saxofonist Witold Grohs eingesegnet.

Der parkähnliche Bereich soll zugleich ein Ort der seelsorgerischen Fürsorge werden – das Projekt: „Zunächst bis zu den Sommerferien stehen dort jeden Nachmittag außer montags zwei Menschen für Gespräche zur Verfügung“, erläutert Markus Kortewille, Geschäftsführer des Zentralfriedhofs. Die Seelsorger, Pastoralassistenten oder Pfarrer der Trägergemeinden des Friedhofs sind an ihrem Namensschild zu erkennen.

Platz für 60 Erd- sowie 100 Urnenbestattungen

Auf dem neuen Domgrabfeld ist Platz für 60 Erd- sowie 100 Urnenbestattungen. Der Wasserlauf trennt den Bereich der Urnen- und Erdbestattungsfelder. Die Grabfelder des Zentralfriedhofs sind zwar nach St. Martini, St. Ludgeri oder eben dem Dom benannt, so Kortewille, aber man müsse nicht mehr im Martiniviertel wohnen, um in dem namensgleichen Abschnitt beerdigt zu werden. Wer sich heute eine Grabstätte aussuche, könne frei wählen. Der Zen­tralfriedhof stehe allen Menschen offen, die mit den christlichen Grundsätzen übereinstimmen.

Das neue Domgrabfeld konnte umgestaltet werden, weil die Clemensschwestern die Grabstelle 2015 zurückgegeben hatten. Im vorigen Jahr wurde der gesamte Bereich dann umfassend umgestaltet. Die Pflege der dortigen Urnen- und Erdbestattungsfelder wird in Zukunft von Gärtnern übernommen. Die gesamte Anlage soll nicht zuletzt zum Verweilen, Nachdenken und zum Hoffen einladen, dass Gottes Schöpfung mit dem Tod nicht zu Ende ist.

Seelsorgerinnen und Seelsorger der Trägergemeinden bieten zunächst bis zu den Sommerferien das Gespräch an: immer von dienstags bis sonntags von 15 Uhr bis 18 Uhr.

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