1. www.wn.de
  2. >
  3. Münster
  4. >
  5. Gewalt-Vorwurf: Klarheit gefordert

  6. >

Flüchtlingsunterkunft auf Oxford-Areal

Gewalt-Vorwurf: Klarheit gefordert

Münster

Die im Raum stehenden Vorwürfe wiegen schwer, sogar von Freiheitsberaubung ist die Rede. Das „Bündnis gegen Abschiebungen Münster“ fordert Aufklärung bezüglich verschiedener Vorkommnisse von „Gewaltanwendung“ in einer Flüchtlingsunterkunft.

Kay Böckling

Die Erstaufnahmestelle des Landes wurde bis Ende 2017 federführend von den Johannitern betreut, wie das Archivbild zeigt. Foto: kbö

Konkret geht es um die ehemalige Erstaufnahmeeinrichtung des Landes für Flüchtlinge in der Oxford-Kaserne. Dort sollen Bewohner bei gewissen Verstößen in ein sogenanntes Störerzimmer verbannt worden sein, wie der Blog "Die Wiedertäufer" zuerst berichtete. Teils sogar mit einem Wachmann vor der Tür, so die Vorwürfe. Die Vorfälle sollen sich 2016 abgespielt haben.

Verantwortlich für die Unterbringung der Flüchtlinge war seinerzeit die Bezirksregierung Münster. Deren Pressesprecher Andreas Winnemöller sagt zu dem Vorwurf der Freiheitsberaubung: „Wir würden ein solches Verhalten niemals tolerieren.“ Dennoch habe man die Vorwürfe „sehr ernst genommen, und wir sind dem auch nachgegangen“. Eine Verlegung innerhalb der Unterkunft habe es in Einzelfällen zwar gegeben: „Das galt aber der Deeskalations-Prävention.“

Strikte Weisung der Bezirksregierung

Für die Betreuung der Flüchtlinge zeichneten seinerzeit die Johanniter verantwortlich. Deren Pressesprecher Sebastian Thiemann: „Wir können die Vorwürfe überhaupt nicht nachvollziehen.“ Auch seine Organisation habe die Angelegenheit sehr ernst genommen und genau geprüft.

Für die Sicherheit war damals die Firma „PCM Security“ zuständig. Deren Geschäftsführerin Rita Lensker nahm wie folgt Stellung: „Ein solches Störerzimmer hat es nicht gegeben.“ Es habe eine strikte Weisung der Bezirksregierung gegeben. „Und das wurde auch regelmäßig kontrolliert.“

Startseite
ANZEIGE