Stadtbahn-Pläne der SPD
Gewaltiger Eingriff
Münster
Die SPD ist nicht die erste Partei, die über eine Stadtbahn in Münster nachdenkt. Bislang ist noch nie daraus etwas geworden – auch wenn der Bedarf sicherlich vorhanden ist. Deshalb ist das interessanteste Argument pro Stadtbahn sicherlich der Hinweis auf die Bereitschaft der Landesregierung, 90 Prozent der Kosten zu übernehmen. Ein Kommentar.
Jeder, der einmal Städte mit einem funktionierenden Straßen- und Stadtbahnsystem erlebt hat, weiß die Vorteile zu schätzen. Da Münster in den vergangenen 50 Jahren aber ohne einen schienengebundenen ÖPNV gewachsen ist, wäre das neue Konzept mit gewaltigen strukturellen und verkehrlichen Veränderungen verbunden.
Schon im Zusammenhang mit künftigen Radverkehrskonzepten wird diskutiert, ob man den begrenzten Straßenraum nicht ganz neu aufteilen müsse: Mehr Platz für Räder, weniger für Autos. Diese Debatte ist harmlos im Vergleich zu dem, was ansteht, wenn auf den Straßen buchstäblich Platz geschaffen werden muss für die Stadtbahn.