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Geplante Maßnahme

Stadt Münster: Glasverbot am Aasee soll auch künftig gelten

Münster

Nach heftigen Ausschreitungen im Frühsommer 2021 wurde in Münster phasenweise ein Glasverbot eingeführt. Die Stadt Münster spricht sich nun dafür aus, dass dieses Verbot auch künftig gilt und nennt Details.

Am Aasee – zwischen Aaseekugeln und Bastion – wird künftig zwischen April und September ein Glasverbot gelten. Foto: dpa/Rolf Vennenbernd (Symbolbild)

Als Konsequenz aus den schweren Ausschreitungen im Mai und Juni 2021 war fast zwei Sommer lang das Mitführen von Glasflaschen zwischen den Aaseekugeln und der Bastion verboten. Da die befristeten Allgemeinverfügungen nach Auffassung des Ordnungsamtes Wirkung zeigten und deutlich weniger Glasbruch in den Grünanlagen festgestellt wurde, soll das Verbot nun dauerhaft gelten. Das hat die Stadt am Donnerstag mitgeteilt. Das Glasverbot soll in der Straßen-, Anlagen- und Aaseeordnung verankert werden. Der Rat soll Mitte Februar darüber entscheiden.

„Weder der vor Ort eingesetzte Sicherheitsdienst noch die Polizei oder das Ordnungsamt konnten im Jahr 2022 größere Vorfälle am Aasee, insbesondere im Zusammenhang mit Glasflaschen, feststellen“, sagt Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer. 

„Glasverbot erwies sich als richtige Maßnahme“

Vor allem jüngere Personengruppen hatten in den Vorjahren den Grünbereich rund um die Aasee-Kugeln zu nächtlichen Partys mit erhöhtem Alkoholgenuss genutzt, die nach Angaben der Stadt zu einer „extremen Verschmutzung des Geländes“ führten. „Die Kombination von Glasbruch und wachsender Gewaltbereitschaft kann schwerwiegende Folgen haben. Das Glasverbot erwies sich insofern als die richtige Maßnahme, um den Aasee in seiner Erholungsfunktion zu stärken“, sagt Norbert Vechtel, Leiter des Ordnungsamtes.

Die Fortführung des Glasverbotes wird auch vom Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit sowie den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster (AWM) und der Polizei befürwortet.

Glasverbot künftig von April bis September

Statt jährlich neuer Allgemeinverfügungen soll eine Änderung der Straßen-, Anlagen- und Aaseeordnung das Verbot in den Sommermonaten (1. April bis 30. September, täglich von 18 Uhr bis zum nächsten Morgen um 6 Uhr) verstetigen. Ganztägig gelte das Glasverbot in diesem Zeitraum zudem an den gesetzlichen Feiertagen sowie dem jeweiligen Vortag.

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