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Ehrenamt-Auszeichnung 

Bürgerpreis in Gold für den Verein „Ukraine in Not“

Münster

Geheimnis gelüftet: Der Bürgerpreis in Gold 2022 der Stiftung Bürger für Münster geht an ein Hilfsprojekt, das sich um geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer kümmert. Die Freude war groß, auch bei den Gewinnern von Silber und Bronze.

Groß war die Freude bei den drei Gewinnern, die mit den Bürgerpreisen in Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet wurden. Aber auch die übrigen Nominierten freuten sich. Insgesamt 22 Initiativen hatten sich beworben. Foto: OLIVER WERNER

Als der Applaus im Festsaal des historischen Rathauses einfach kein Ende nehmen will, verdrücken die Sieger sogar eine Träne der Rührung: Der Verein „Ukraine in Not“, der sich in Münster für Schutzsuchende aus dem Kriegsgebiet einsetzt, hat den Bürgerpreis in Gold gewonnen.

Die Stiftung Bürger für Münster verlieh am Dienstagabend zum 18. Mal ihre Bürgerpreise, die alljährlich das Ehrenamt in der Stadt belobigen und fördern. Mit Silber zeichnete sie das Straßenmagazin „draußen!“, das sich für Wohnungslose stark macht, mit Bronze die Freiwillige Feuerwehr Gremmendorf aus (siehe Infokasten).

150 Gäste im Festsaal

Passend zum diesjährigen Motto „Für Schutz sorgen“ läutete die hervorragende Jazz-Pop-Formation des Landespolizeiorchesters NRW den feierlichen Abend mit „With A Little Help From My Friends“ (Mit etwas Hilfe meiner Freunde) der Beatles ein.

Bürgerpreis in Gold: Verein "Ukraine in Not" Foto: Oliver Werner

Bürgermeisterin Angela Stähler bedankte sich bei der Stiftung, die ein „ganz besonderer Glücksfall für Münster“ sei. Wilhelm Weischer, Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Bürger für Münster, betonte in seiner Begrüßung, wie schwierig die Auswahl aus den 22 Bewerbern – so viele wie nie zuvor – für die Jury gewesen sei und erinnerte daran, dass es die Preise ohne die Sponsoren Volksbank Münsterland Nord und Stadtwerke Münster nicht geben würde.

Impulsvortrag der Polizeipräsidentin

In einem Impulsvortrag führte anschließend Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf anhand eines Beispiels aus der Polizeiarbeit den 150 geladenen Gästen vor Augen, warum die Gesellschaft auf aktives Mitwirken ihrer Bürgerinnen und Bürger angewiesen sei. „Danke für Ihr Engagement, machen Sie weiter, stecken Sie andere damit an“, sagte Dorndorf in Richtung der anwesenden Ehrenämtler.

Die Preisträger

Dann läutete Moderatorin Eva Jazdzejewski den Höhepunkt des Abends, die Preisverleihung, ein. Neben den drei Gewinnern, die in aufwendig produzierten Videos vorgestellt wurden, waren außerdem der Kinderschutzbund, das THW, das Drogenpräventionsprojekt „eve & rave“, die Initiative für Respekt und Toleranz sowie die Biologische Station Rieselfelder für das Finale nominiert.

Das Schlusswort hatten jedoch die Sieger: „Der Preis spornt uns an, nicht nachzulassen, denn der Krieg geht unerbittlich weiter“, sagte Liubovi Fisman vom Verein „Ukraine in Not“.

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