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Corona-Weihnachten

Gottesdienste mit Anmeldung und im Freien

Münster

Weihnachten wird anders, auch die Heiligabend-Gottesdienste. Die Kirchengemeinden haben deshalb ihre Angebote erweitert, teils nach draußen verlegt und Anmeldesysteme eingeführt. In den meisten Gemeinden ist diese technische und organisatorische Herausforderung bereits gemeistert.

Renée Trippler

Heiligabend-Gottesdienste sind nicht nur in den Kirchen, sondern etwa auch vor dem Schloss geplant. Foto: Oliver Werner (Archivbild)

Nur mit Anmeldung und oft draußen, an der (sehr) frischen Luft: Weihnachtsgottesdienste sehen in diesem Jahr anders aus. Das bringt für die Gemeinden organisatorische und technische Herausforderungen mit sich. Deshalb haben sie in den vergangenen Wochen verschiedene Konzepte entwickelt.

Die Gemeinden bieten Gottesdienste und weitere Veranstaltungen an, wobei die Vorgehensweise von den jeweiligen Räumlichkeiten abhängt. Für die Weihnachtsgottesdienste der Innenstadtkirchen der katholischen Pfarrgemeinden kann man sich seit Kurzem online anmelden. So kann später auch nachvollzogen werden, wer wann wo saß.

Wie viele Plätze vergeben werden können, hängt von der Größe der Kirche ab. So können beispielsweise in der Martinikirche über die Internetseite von St. Lamberti 120 Plätze reserviert werden, im Dom gibt es für die Christmette um 17.30 Uhr 250 Plätze.

Gottesdienste an drei Orten feiern

„Wir haben von vornherein geplant, die großen Gottesdienste dreifach, also an drei Orten zu feiern“, sagt Michael Schwier vom Gemeindebüro St. Lamberti. Besonders beliebt seien erfahrungsgemäß die Nachmittags-Gottesdienste (17 Uhr), sagt André Sühling, leitender Pfarrer in Liebfrauen Überwasser. Deshalb sind diese auch zum Teil schon ausgebucht, ebenso wie in St. Michael- und St. Theresia. In den anderen Kirchen oder zu anderen Zeiten sind noch Plätze verfügbar. Außerdem seien Krippenfeiern im Schlossgarten geplant, so Sühling.

Nicht nur die neuartige Organisation der Gottesdienste stellt für die Kirchengemeinden eine Herausforderung dar, wie Kathrin Neuhaus-Dechow, Sprecherin des Evangelischen Kirchenkreises betont, sondern auch die Anmeldesysteme. „Das ist für uns alle Neuland, und wir müssen lernen, damit umzugehen.“ Die Anmeldungen seien aber unerlässlich: „Wenn Personen abgewiesen werden müssten, würden sich Schlangen oder Grüppchen bilden. Das soll vermieden werden.“ Aber: „Es gibt keinen Grund zu Hektik, es ist noch genug Zeit, um sich anzumelden.“ Wo es derzeit noch kein Anmeldesystem gebe, werde dies bald der Fall sein und auch rechtzeitig mitgeteilt, betont Neuhaus-Dechow. Kommende Woche sollen alle Veranstaltungen gesammelt auf der Internetseite kirchenkreis-muenster. ekvw.de einsehbar sein.

Online für den Gottesdienst anmelden

In vielen Gemeinden des Kirchenkreises steht bereits ein Online-Anmeldesystem. In der Thomasgemeinde setzt man dagegen bewusst auf telefonische Anmeldungen, wie Pfarrer Martin Mustroph erklärt, „weil nicht alle Mitglieder online sind.“

An Heiligabend wird es nachmittags zwei Freiluft-Gottesdienste auf der Wiese an der Jakobuskirche für jeweils etwa 200 Menschen geben, „weil wir wissen, dass wir Leute enttäuschen, wenn wir etwas in der Kirche anbieten.“ Am 25. Dezember soll es dann Feiern in der Jakobus- und der Trinitateskirche geben – mit je 34 Plätzen. „Nach Bedarf werden wir Pavillons aufbauen, so haben wir es bisher auch gemacht.“

Weihnachtsgottesdienste vor dem Schloss

Der Evangelische Kirchenkreis organisiert in Kooperation mit der evangelisch-theologischen Fakultät zwei Heiligabend-Gottesdienste für maximal 350 Menschen vor dem Schloss unter dem Motto „Es wird nicht immer dunkel sein“. Oft werden auch Livestreams angeboten – zum Beispiel in der Apostelkirchengemeinde.

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