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Shitstorm gegen Unternehmen

"Gratis Kaffee für Ungeimpfte": "Wonder Waffel"-Chef aus Münster äußert sich

Münster/Berlin

Die Kette "Wonder Waffel" wirbt in den sozialen Netzwerken mit "Gratis Kaffee für Ungeimpfte". Die Folge: ein Shitstorm gegen das Unternehmen. Jetzt hat sich der Inhaber des  Ladens an der Windhorststraße in Münster dazu geäußert.  

Von Jonas Wiening

"Gratis Kaffee für Ungeimpfte" - damit hat die Kette "Wonder Waffel" geworben. In Münster wird diese Aktion aber wohl nicht gelten.  Foto: Andrea Warnecke / Symbolbild

Das Unternehmen "Wonder Waffel" hat mit einer Marketing-Aktion einen Shitstorm ausgelöst. "Gratis Kaffee für Ungeimpfte" versprach die Kette, die sich auf den Verkauf von gefüllten Waffeln spezialisiert hat, in sozialen Medien.

"Wir finden es sehr schade, dass wir die 2G Regel in unseren Stores haben, da wir so viele Stammgäste nicht mehr begrüßen dürfen. Daher bekommen Ungeimpfte den ganzen Dezember gratis Kaffee zum Mitnehmen", heißt es in einem Post von "Wonder Waffel", der unter anderem bei Instagram veröffentlicht wurde. Weiter unten in dem Beitrag heißt es, dass die Aktion aber auch für Geimpfte und Genesene gelten würde.

Hashtag #wonderwaffel im Trend

In den sozialen Netzwerken gibt es zwar auch Lob, die meisten Nutzer aber kritisieren die Aktion scharf. Bei Twitter trendete am Mittwochnachmittag der Hashtag #wonderwaffel. Bei Bewertungsportalen wie zum Beispiel Google wurde das Unternehmen unterdessen mit, hauptsächlich negativen, Bewertungen überschwemmt.

Aufgrund des Shitstorms hat "Wonder Waffel" den Post inzwischen wieder gelöscht und einen neuen Beitrag verfasst. "Jeder muss sagen können, was er möchte in unserem wunderschönen Land", heißt es dort. Der Beitrag sei aber entfernt worden, weil es die falsche Plattform für Streit sei und weil "unnötige Bewertungen und Rezensionen" abgegeben worden sein. Das Angebot gelte aber trotzdem, stellte "Wonder Waffel" klar.

Auf Nachfrage unserer Zeitung äußerte sich der Inhaber des "Wonder Waffel"-Geschäfts in Münster zu der Marketingaktion der Zentrale aus Berlin. "Ich habe mir dazu keine großen Gedanken gemacht. Wir sind auch nicht daran gebunden, diese Aktion mitzumachen", so der Franchisenehmer, der weiter sagt: "Hier in Münster ist das auch nicht nötig, die Impfquote ist sehr hoch."

"Wir sind alle geimpft"

Über die Aufregung, die die Aktion verursacht hat, ist der Inhaber des Geschäfts an der Windthorststraße überrascht. "Ich glaube nicht, dass die Firmenzentrale was gegen Impfungen hat. Ich glaube, es sollen einfach nur gezeigt werden, das keine Kunden ausgeschlossen werden", verteidigt er die Marketing-Aktion von dem Unternehmen mit Sitz in Berlin. 

Dem Franchisenehmer aus Münster, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, sei es aber wichtig zu betonen, dass die 2G-Regel in seinem Geschäft in Münster konsequent umgesetzt und kontrolliert würde. "Außerdem sind alle Mitarbeiter und ich geimpft", sagt er.

Die Firmenzentrale aus Berlin war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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