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Rechtsanwalt bei CDU-Süd: „Neu nachdenken über Windkraft“

Grosse Hündfeld fordert Umkehr bei Energiewende

Münster

Weil „selbst alle Beschlüsse des Weltklimarates die Erderwärmung nicht stoppen können und der Netzausbau hinterher hinkt, muss der ungezügelte Ausbau der Windenergie gedrosselt werden“. Das sagt zumindest Rechtsanwalt Norbert Grosse Hündfeld und will angesichts der Pläne für ein Riesenwindrad in der Haskenau ein „neues Nachdenken“ in der Lokalpolitik anstoßen.

Helmut Etzkorn

Norbert Grosse Hündfeld und CDU-Süd-Chef Dr. Ulrich Müller (r.)   Foto: hpe

Bei einer Versammlung der CDU-Süd am Donnerstag kündigte Grosse Hündfeld an, aktiv gegen den Satzungsbeschluss des Rates für die Windenergie-Vorrangzonen vorgehen zu wollen. Eine Kulturlandschaft wie die Haskenau dürfe nicht „nach dem Diktat der Grünen verunstaltet werden“.

Windenergie-Ausbau „mit mehr Augenmaß“ betreiben

Grosse Hündfeld ist davon überzeugt, dass den Ratsmitgliedern bei der Entscheidungsfindung das nötige Hintergrundwissen fehlte, deshalb müsse eine neue Abwägungsentscheidung getroffen und der Ausbau der Windenergie auch in Münster „mit mehr Augenmaß“ betrieben werden.

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Nach Grosse Hündfelds Einschätzung ist der Ratsbeschluss rechtsunwirksam, weil Teile der CDU-Ratsfraktion quasi „auf Zwang des Drucks der Kooperationsvereinbarung mit den Grünen mit Bauchschmerzen zugestimmt haben“. Nun müsse verhindert werden, dass „eine Kulturlandschaft verunstaltet wird“. Grosse Hündfeld glaubt auch, dass die neue Landesregierung einen grundlegenden Kurswechsel beim Ausbau der Windenergie vornehmen werde.

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