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Messe für berufliche Orientierung

Großes Interesse beim Zoll auf der „vocatium“

Münster

3200 Schüler werden auf der „vocatium“ erwartet. Die Messe soll Schülern berufliche Orientierung bieten. Lange Schlangen gab es beim Zoll und der Bundeswehr.

Von Andreas Hasenkamp

Woher soll die berufliche Orientierung kommen? Auch aus dem Ehrenamt, hieß es beim Gespräch mit Schülern und Vereinen auf der Messe für Ausbildung und Studium „vocatium“. Foto: Andreas Hasenkamp

Die Pandemie ließ viele Praktika ausfallen – vielen jungen Leuten fehlt es an Orientierung, Unternehmen wiederum an Auszubildenden: So war die Fachmesse für Ausbildung und Studium „vocatium“ in der Halle Münsterland am Eröffnungstag am Donnerstag gut besucht.

Über ein Plus von 36 Prozent bei den Ausstellern der nun zehnten „vocatium“ freute sich Miriam Schöler, Geschäftsführerin des Instituts für Talententwicklung West (IfT). 46 Schulen aus den Kreisen Warendorf, Steinfurt, Coesfeld und aus Münster hat Leyla Korkmaz vom IfT in drei Monaten Vorbereitung besucht – um den Wert der Gespräche auf so einer Messe zu vermitteln. Die Schüler sollten freiwillig und gut vorbereitet in die terminierten Gespräche gehen. Das Gros der Schüler kommt von Gymnasien (52 Prozent), es folgen Real- (42) und Hauptschulen (8). Rund 3200 Schüler werden zur Messe erwartet.

Gute Vorbereitung

Mittags hatten viele Aussteller schon einen ersten Eindruck. Ein Vertreter Freier Berufe staunte über die Schlangen etwa bei Zoll und Bundeswehr. Eine Zollbeamtin bescheinigte den Gesprächspartnern gute Vorbereitung. Der Andrang sei groß – es kämen auch einige ohne Termin. Die würden sich auch für Berufszweige außerhalb der terminierten Gespräche interessieren.

Einige kämen trotzdem, um der Frage nach einem Bonbon gleich die nach einer Unterschrift für den Laufzettel folgen zu lassen – das werde dann nichts, sagt der Vertreter einer Krankenkasse. Aber meist kämen die Standbesucher mit vielen Fragen.

Gute Gespräche verzeichnete eigenen Angaben zufolge auch Benjamin Kinski vom Maschinenbauer Windmöller und Hölscher aus Lengerich. Viele ausgefallene Praktika – es hätten auch ganze Schulen abgesagt –, hätten ein Defizit an Berufs-Orientierung hinterlassen. Das Unternehmen, so Kinski, forciere jetzt sein Angebot. Er sei bei der „vocatium“ froh, „dass es die Termine gibt“; die Schüler seien „sehr gut vorbereitet“.

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