1. www.wn.de
  2. >
  3. Münster
  4. >
  5. Großkontrolle auf den Autobahnen um Münster: Strafanzeigen und Haftbefehle

  6. >

Polizei Münster kontrolliert auf Autobahnen

25 Strafanzeigen und zwei vollstreckte Haftbefehle

Münster

Großkontrolle auf den Autobahnen rund um Münster: Die Polizei hat in den vergangenen 28 Tagen über 1100 Autos und 1390 Personen überprüft. Autofahrer ohne Führerschein gingen den Beamten dabei genauso ins Netz wie manch ein anderer.

Ein Polizeibeamter der Autobahnpolizei hält ein Wohnwagengespann an. (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa | Thomas Frey

Polizistinnen und Polizisten haben in den vergangenen Wochen verstärkt Kontrollen auf den Autobahnen rund um Münster durchgeführt. Sie wurden im Rahmen der Strategischen Fahndung umgesetzt.

Innerhalb von 28 Tagen (24. Februar bis 23. März) überprüften Einsatzkräfte 1133 Fahrzeuge und 1390 Personen. 75 Fahrzeuge, 124 mitgeführte Gegenstände und 111 Personen wurden durchsucht, teilte die Polizei am Freitag mit. Die Beamtinnen und Beamten fertigten insgesamt 25 Strafanzeigen, unter anderem wegen des Verdachts des bandenmäßigen Diebstahls, Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Waffengesetz, Urkundenfälschung und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Neue Rechtsgrundlage für vorbeugende Kontrollen

In zwei Fällen wurden Haftbefehle vollstreckt. Die Polizistinnen und Polizisten fertigten außerdem 15 Berichte und 18 Aufenthaltsermittlungen. "Der erfolgreiche Einsatz zeigt, dass uns mit strategischen Kontrollen Straftäter auch auf den Autobahnen ins Netz gehen", resümiert Falk Schnabel in der Pressemitteilung. "Seien es Drogenkriminelle auf dem Weg von den Niederlanden ins Ruhrgebiet, überregional tätige Einbrecherbanden oder Autofahrer ohne Führerschein, die andere Verkehrsteilnehmer gefährden - sie nutzen das Streckennetz der Autobahnen", erläuterte der Präsident und sagte weiter: "Ihnen allen haben die Kolleginnen und Kollegen der Autobahnpolizei klargemacht, dass sie sich dort nicht sicher fühlen können."

Die Landesregierung hatte Ende 2018 mit der Strategischen Fahndung eine neue Rechtsgrundlage für vorbeugende Kontrollen im Polizeigesetz NRW geschaffen. "Wir nutzen dieses Instrument dort, wo es erforderlich ist, um Straftätern auf die Spur zu kommen und Straftaten zu verhindern. Das gilt für den innerstädtischen Bereich genauso wie für unsere Autobahnen", machte Polizeipräsident Falk Schnabel deutlich, und ergänzte: "Auch in Zukunft werden wir deshalb das Mittel der Strategischen Fahndung auf unseren Autobahnen einsetzen."

Startseite