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Bürgerbeteiligung bei Mobilitätsausbau

Gut 3000 Anregungen für „Fahrradnetz 2.0“

Münster

Die Stadt Münster möchte ihr Radverkehrsnetz überarbeiten. Es soll ein Netz aus Velo-, Haupt- und Basisrouten geschaffen werden. Bürgerinnen und Bürger haben nun tausende Anregungen zur Planung eingereicht.

Die Stadt Münster überarbeitet ihr Radwegenetz. Foto: dpa (Archivbild)

Die Stadt Münster erarbeitet zurzeit eine laut eigenen Angaben umfassende Netzplanung für den Radverkehr. Damit soll ein lückenloses, systematisches und hierarchisches Wegenetz mit Velo-, Haupt- und Basisrouten für Radfahrende geschaffen werden. Unabhängig davon blieben aber selbstverständlich auch die weiteren Radverkehrsverbindungen in Münster erhalten.

Der von der Stadt Münster und den Planungsbüros erstellte Netzentwurf stand nun für zwei Wochen in der öffentlichen Diskussion. Vom 7. bis zum 20. März hatten alle interessierten Münsteranerinnen und Münsteraner die Möglichkeit, auf einer digitalen Beteiligungsplattform das Konzept „Fahrradnetz 2.0“ zu kommentieren und so ihre Ortskenntnisse und wichtige Anregungen mit einzubringen. 613 Interessierte haben sich mit über 3000 Hinweisen beteiligt.

Thema Radverkehr hat hohen Stellenwert in Münster

Stadtbaurat Robin Denstorff ist sehr dankbar für die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger: „So eine engagierte Bürgerschaft, die sich in diesem Maße einbringt und Interesse zeigt, ist nicht selbstverständlich. Das verdeutlicht den Stellenwert, den das Thema Radverkehr in Münster hat.“

Eine Vielzahl der Anregungen beziehe sich auf gewünschte Ergänzungen des Basisrouten-Netzes, schreibt die Stadt. Größtenteils handele es sich bei den Vorschlägen um bereits bestehende und mit dem Rad nutzbare Verbindungen, die bislang aber nicht als Teil des künftigen hierarchischen „Radverkehrsnetzes 2.0“ vorgesehen waren.

Umfassende Datengrundlage

Schon im Frühjahr 2021 war die partizipative Tracking-Kampagne „Dein AppGrade für Münsters Fahrradwege“ sehr erfolgreich durchgeführt worden. Damals beteiligten sich 2000 Menschen mit fast 23.000 Einzelwegen. Insgesamt wurden 160.000 Kilometer durch das Tracking aufgezeichnet. Diese Datengrundlage sei, neben der Abstimmung mit Fachplanern und Planungen aus den Bereichen Wohnen und Arbeiten, ein wichtiger Baustein für die Entwicklung des Fahrradnetzentwurfes.

„Die umfangreiche Beteiligung der Öffentlichkeit mit der vielfältigen Expertise der Nutzerinnen und Nutzer ergänzt die bestehenden Datengrundlagen und Fachplanungen“, freut sich Katharina Thomalla aus dem Fahrradbüro der Stadt Münster. Ziel sei es, im Sommer vom Rat der Stadt die Zustimmung zum „Fahrradnetz 2.0“ zu erhalten.

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