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Studie zum Flughafen

Aktionsbündnis zum FMO-Ausstieg: „Gutachten bleibt Antworten schuldig“

Münster

Das Aktionsbündnis „FMO-Aussteig jetzt“ kritisiert die von der Stadt Münster und dem Kreis Steinfurt nach einem Ratsbeschluss in Auftrag gegebene Studie zum Flughafen. Das Gutachten beantworte nicht die entscheidenden Fragen.

Der Flughafen Münster-Osnabrück steht schon lange in der Kritik. Foto: Gunnar A. Pier

Seit Jahren steht der Flughafen Münster-Osnabrück (FMO) in der öffentlichen Kritik. Auch in den kommunalen Gremien der beteiligten Städte und Kreise Osnabrück, Münster und Steinfurt ist er nicht mehr unumstritten, berichtet das Aktionsbündnis „FMO-Ausstieg jetzt“.

Das Bündnis übt eklatante Kritik an der Studie zur Zukunft des FMO, deren Kurz-Ergebnisse im Juni im Rat der Stadt Münster vorgelegt wurden. Die Studie sollte die „wirtschaftlichen und umweltwissenschaftlichen Aspekte“ des Betriebs des Flughafens untersuchen und war im Frühjahr 2021 von der Stadt Münster und dem Kreis Steinfurt in Auftrag gegeben worden.

Die Studie sollte laut Ratsbeschluss der Stadt Münster „verschiedene Szenarien mit und ohne Beibehalt des Flugverkehrs“ betrachten. Tatsächlich, so das Aktionsbündnis, hätten sich die beauftragten Gutachter überhaupt nicht mit der Frage befasst, wie Infrastruktur und Gelände des FMO sozial- und klimaverträglich genutzt werden könnten, wenn der Flugverkehr aufgegeben werde. Damit sei eine wesentliche Anforderung des Ratsbeschlusses „schlicht ignoriert“ worden.

Keine Aussagen zu „Klimawirkungen“ des FMO

Auch zu „Klimawirkungen“ und „sonstigen Umweltbelastungen“, etwa durch Fluglärm, mache das Gutachten keine Aussagen, obwohl auch dies vom Rat der Stadt Münster ausdrücklich gefordert wurde.

Die „Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft“ werden von den Gutachtern nicht konkret untersucht. Argumente der FMO-Befürworter aus der Vergangenheit – etwa zur Zahl der Arbeitsplätze, die direkt oder indirekt vom Betrieb des FMO abhängen – wurden nicht auf ihre Stichhaltigkeit überprüft.

Aktionsbündnis plädiert  für neues Gutachten

„Die Studie entspricht in wesentlichen Punkten nicht den Anforderungen des münsterischen Ratsbeschlusses aus dem letzten Jahr“, heißt es in der Erklärung. Das Aktionsbündnis plädiere deshalb für eine Zurückweisung des Gutachtens in der jetzigen Form und für eine Neufassung, die die Fragestellungen des Rates umfassend untersucht und beantwortet.

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