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Traditionsveranstaltung der Bäckergilde

„Guter Montag“ fällt Corona zum Opfer

Münster

Die Traditionsveranstaltung der Bäckergilde, der „Gute Montag“, wird ins nächste Jahr verschoben. Dabei hatte man den Termin eigentlich vorgezogen, um noch mehr Menschen teilhaben zu lassen.

Von Karin Höller

Der „Gute Montag“ wird von der Bäckergilde traditionell mit großem Festprogramm samt Umzug mit Spielmannszügen zelebriert - hier ein Bild aus dem Jahr 2013 Foto: Matthias Ahlke

Eine weitere Großveranstaltung fällt der Corona-Krise zum Opfer. Der Gute Montag, den die Bäckergilde Münster alle drei Jahre groß feiert und dabei an die Rettung Wiens vor den Türken erinnert, hätte in diesem Jahr am 9. Mai stattfinden sollen. Doch angesichts der explodierenden Corona-Infektionszahlen und der vielfältigen Vorbereitungen habe man sich bereits frühzeitig entschieden, die geplanten Festivitäten ins kommende Jahr zu verschieben, erklärt Georg Krimphove, Obermeister der Bäckergilde.

Schließlich handele es sich um eine Veranstaltung mit rund 150 Teilnehmern mit Empfang im Friedenssaal und Essen im Rathausfestsaal. Dabei war in diesem Jahr ohnehin bereits ein Ausweichtermin für den Guten Montag gewählt worden, der üblicherweise am ersten Montag im Juni begangen wird. Doch dann hätte das dritte Lehrjahr wegen der Gesellenprüfungen nicht teilnehmen können.

Das Fest geht auf die Legende zurück, dass münsterische Bäckergesellen 1683 die Stadt Wien vor der Erstürmung durch ein Türkenheer bewahrten. Sie sollen während der türkischen Belagerung eines Nachts verdächtige Geräusche wahrgenommen haben, die auf einen Tunnelbau unter den Stadtmauern Wiens hinwiesen. Der österreichische Kaiser revanchierte sich mit einem arbeitsfreien Tag für die Bäcker, den „Guten Montag“.

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