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Zehntausende auf Flaniermeile erwartet

Endlich wieder ein Hammer-Straßen-Fest

Münster

Es ist eines der ältesten und gleichzeitig das größte Straßenfest in der Region: Am Wochenende strömten rund 100.000 Besucher auf die einen Kilometer lange Party- und Einkaufsmeile zwischen Augustastraße und Hammer Straße.

Von Helmut P. Etzkorn

Auf der Hammer Straße geht es an diesem Wochenende wieder bunt zu. Foto: Helmut Etzkorn

Die Sehnsucht der Menschen war offenbar groß, von so einem Ansturm haben wir geträumt, und jetzt ist es tatsächlich so gekommen.“ Andreas Wissing, Vorsitzender der Aktions- und Werbegemeinschaft Hammer Straße, steht am sommerlich angenehmen Samstagabend am Sankt-Josefs-Kirchplatz und schaut auf „seine“ Partymeile.

Während die „VIP Entertainment Band“ die Bühne rockt, gibt es auf und neben der Straße kein freies Stehplätzchen mehr, an den Tischen der Gastronomie rund um die Feiermeile ist ohnehin schon seit dem frühen Nachmittag alles belegt.

„Wir sind im Herbst nach zwei Jahren Zwangspause in die Vorplanungen eingestiegen und waren trotz der Ungewissheit optimistisch. Nun haben sich die Mühen gelohnt, diese Veranstaltung für die ganze Familie ist eine echte Stadtwerbung für und durch unsere Hammer Straße“, meint Wissing.

Und tatsächlich, in den Nebenstraßen sieht man an den geparkten Autos Kennzeichen, die weit über das Münsterland hinaus beheimatet sind. „Im Internet stand, hier ist die größte Partymeile des Landes. Deshalb sind wir gekommen und freuen uns besonders über die lockere Atmosphäre trotz des großen Andrangs“, meinen Franz und Edeltraud Singer aus Köln.

Wissing erhofft sich „gute Nebenwirkungen“ besonders vom verkaufsoffenen Sonntagnachmittag. „Viele kommen bestimmt in ein paar Wochen wieder zum Einkaufsbummel, und das ist ja auch unser Ziel“, sagt der engagierte Kaufmann.

Keine großen Lücken trotz Personalmangels

Beim traditionellen Fassfreibier-Anstich am Samstagmittag mit dem CDU-Ratsherren Jan Gebker am Holzhammer fällt Event-Manager Christian Stronczyk ein „Stein vom Herzen“. In der Pandemie haben viele fliegende Händler ihr mobiles Geschäft aufgegeben und überall dort, wo jetzt Gastronomie angeboten wird, fehlt es bekanntermaßen an Personal.

„Trotzdem haben wir die 1000 Meter vom Ludgerikreisel bis zur Augustastraße gut und abwechslungsreich bestückt, es sind keine großen Lücken entstanden“, freut sich Stronczyk.

Erfolgreiches Straßenfest

Für Gebker ist besonders die private Initiative der Geschäftsleute von der Hammer Straße ausschlaggebend für den Erfolg des Straßenfestes. „So etwas funktioniert perfekt in Eigenregie ohne große Unterstützung der Stadt, die Hammer Straße ist im wahrsten Sinne des Wortes einladend.“

Keine große Aufmerksamkeit für Kran-Kletterer

Die erhofft große Aufmerksamkeit bekommt der Müllsammler von Kinderhaus, der noch immer auf dem Baukran an der Hermannstraße hockt, übrigens nicht. Die Leute bleiben zwar kurz stehen, schauen hoch und winken manchmal, aber das war es auch schon. Die Kommentare der Besucher sind recht einmütig, man wolle, so heißt es immer wieder, „diesen Störenfried nicht mehr im Stadtbild agieren sehen“.

Umziehen muss wegen der kleinen Sperrung auf den Flächen unweit des Krans auch Clown Fidelidad, der Freude tut das allerdings keinen Abbruch. Wolfgang Konerding ist mit seinem Manegen-Programm zumindest für die kleinen Besucher das Highlight eines rundrum gelungenen Straßenfestes.

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