1. www.wn.de
  2. >
  3. Münster
  4. >
  5. Handwerk und Kultur am weitläufigen Hafenplatz

  6. >

Afrikanischer Markt

Handwerk und Kultur am weitläufigen Hafenplatz

Münster

Handgemachtes, Trommelgruppen, Modenschau – der Afrikanische Markt hat wieder zahlreiche Besucher begeistert. Auch, wenn zuvor ein Ortswechsel unumgänglich war.

Der aus Ghana stammende und in Münster lebende Turgha Adam bot den Besuchern unter anderem Schmuck, Dekofiguren, und Musikerrasseln an, die er aus Afrika Foto: klm

Sonnenschein, viel Platz und konkurrierende Veranstaltungen in der Stadt, die Besucher anzogen: Diese Bedingungen galten am Samstag und am Sonntag für die Organisatoren des Afrikanischen Marktes von der Afrika Kooperative Münster auf dem Hafenplatz.

Zum ersten Mal nach 21 Jahren ist der Verein vom Rathausinnenhof wegen der dortigen Baustelle an den Hafen ausgewichen. Hier verlor sich das Publikum zwischen Ständen und einer großen sowie einer kleinen Bühne am Rande etwas.

15 Anbieter mit ursprünglich afrikanischer Herkunft boten viel Handgearbeitetes: Kleider, Shirts, Schmuck und andere Accessoires. Nur wenige Anbieter kamen aus Münster, andere aus Frankfurt am Main, dem Rheinland, dem Ruhrgebiet, Berlin und Amsterdam. Familien aus Münster boten Speisen an, deren Rezepte aus den Heimatländern der Privatköche stammen, auf der Hauptbühne zeigten Afrikanerinnen aus Münster unter dem Motto „World Of Cultures“ eine Tanz- und Modeshow.

Vorteile und Nachteile der Weitläufigkeit

Dem weitläufigen Marktplatz gewann Seidou Karidio, Vorsitzender der Kooperative, der aus dem Niger stammt, am Sonntagnachmittag auch Positives ab: „Im Rathausinnenhof ist alles dichter beieinander, weil weniger Raum da ist. Dort ist es schnell voll. Unter Corona-Bedingungen ist es sogar ein Vorteil, dass die Leute nicht in so engem Kontakt sind. „Nur positive Rückmeldungen“ hätten er und der Verein bis dato bekommen.

Bei aller professionellen Vorbereitung räumte Karidio etwas Pech ein: Es konnten keine Stühle und Bänke geliefert werden, auch nicht für den großen Platz vor der Bühne. „Ausgebucht“, so Karidio. Als Sitzgelegenheiten nutzte mancher zum Essen die Treppen der Stadtwerke.

Trommelgruppen und DJs

Auf den Bühnen gab es an beiden Tagen Kultur-Programm. Zum Beispiel waren aus Paris Musiker Salim Jah Peter und Band mit Afro-Reggae zu Gast. Musik gab es auch von Trommelgruppen und DJs, ein Rollschuh-Workshop fand statt. Vorträge auf der Hauptbühne zu „Ernährung und fairer Handel“ sowie zu „Kauf und Herstellung von Textilien“ sollten einen Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zwischen Europa und Afrika geben.

„Wir haben auch den Verein ,Ukrainische Sprache und Kultur in Münster‘ in den Markt einbezogen“, sagte Dr. Medard Kabanda von der Kooperative. Die Ukrainer hatten am Samstag einen Info-Stand, zudem wurde auf der großen Bühne eine „Rede für Frieden und Zusammenhalt“ gehalten.

Startseite
ANZEIGE