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Praxis soll nicht mehr pauschal geduldet werden

Hat Münster das Ende des Gehwegparken eingeläutet?

Das Gehwegparken polarisiert. Was kann man nach der Ankündigung des Oberbürgermeisters, die Stadt werde Gehwegparken nicht mehr pauschal dulden, erwarten?

Von Martin Kalitschke

Umstritten: Gehwegparken Foto: Stadt Münster

Gehwegparken polarisiert. Die einen beharren auf dem (nirgendwo verbrieften) Anspruch, den Pkw in der Nähe ihrer Wohnung abstellen zu dürfen. Die anderen beklagen, dass öffentlicher Raum zweckentfremdet wird und Gehwege an vielen Stellen unpassierbar werden. Die Anweisung des Oberbürgermeisters, Gehwegparken nicht mehr pauschal zu dulden, wäre ein Paukenschlag – wenn Lewe nicht zugleich klargestellt hätte, dass es Kontrollen nur im Einzelfall geben soll. In der Realität wird das wohl bedeuten, dass auch weiterhin an vielen Stellen Pkw auf Gehwegen parken. Doch was wäre die Alternative? Umfassende Kontrollen und flächendeckendes Abschleppen würden auf massiven Widerspruch bei jenen stoßen, die keine andere Wahl haben, als den Pkw am Gehweg zu parken. Der Oberbürgermeister muss die Interessen aller im Blick haben – und dazu gehören auch Autohalter. So ist der vermeintliche Paukenschlag nicht mehr als eine gut gemeinte Ankündigung – bis echte Alternativen geschaffen werden, die das Gehwegparken obsolet machen.

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