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Friedenskundgebung vor dem Rathaus

„Das Haus Europa sicher gestalten“

Münster

Immer wieder neue Gruppen laden aus Anlass des Ukraine-Krieges zu Friedenskundgebungen vor dem Rathaus ein. Am Samstag präsentierte sich dort die Friedenskooperative Münster.

Von Klaus Baumeister

Hugo Elkemann von der Friedenskooperative Münster sprach auf der Kundgebung am Samstag. Foto: Klaus Baumeister

„Viele von jenen, die in den 1980er-Jahren zu den Friedensdemonstrationen gegangen sind, konnten sich das, was im Moment passiert, nicht vorstellen.“ Das sagte Hugo Elkemann von der Friedenskooperative Münster anlässlich einer Friedenskundgebung am Samstag auf dem Prinzipalmarkt. Anlass war der Ukraine-Krieg. Das Treffen stand unter dem Motto: „Nein zum Krieg! Waffen nieder! Frieden schaffen ohne Waffen!“

Elkemann räumte ein, dass viele alte Überzeugungen angesichts des Angriffskrieges neu überdacht werden müssten. „Wir müssen das Haus Europa neu und sicher gestalten.“ Gleichwohl müsse die Frage erlaubt sein, ob dies mit immer mehr Militär geschehen müsse.

In Anspielung daran, dass die Aggression im Ukraine-Krieg vom russischen Präsidenten Putin ausgeht, sagte Elkemann: „Man kann auch Verständnis für andere aufbringen, ohne auf die andere Seite überzutreten.“ Auf jeden Fall sei es nicht akzeptabel, Russen in Deutschland wegen des Krieges in der Ukraine zu diskriminieren.

„Keine Flüchtlinge erster und zweiter Klasse“

Auch dürfe die große Sympathie, die aktuell den Flüchtlingen aus der Ukraine entgegen gebracht werde, nicht dazu führen, „dass es Flüchtlinge erster und zweiter Klasse gibt“.

Bei der Veranstaltung traten verschiedene Redner auf, so auch der parteilose Ratsherr Dr. Georgios Tsakalidis. Wegen des Ukraine-Krieges gibt es in der Innenstadt seit Wochen immer wieder Demonstrationen und Kundgebungen.

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