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Benefizaktion der Afrika-Kooperative für Flutopfer

Heiße Trommelei vertreibt den Regen

Münster

Im Rahmen der WN-Spendenaktion für die Opfer des Starkregens lud die Afrika-Kooperative nun zu einem Abend mit sechs Ensembles aus Afrika und Deutschland in den Hörsaal am Aasee ein.

Regina Robert

Kpanlogo, die Trommelgruppe der Musikschule Wolbeck, eröffnete das Benefizkonzert. Foto: reg

Seidou Karidio von der Afrika-Kooperative hatte ein bisschen herumtelefoniert, die Trommel geschlagen – und die Musiker hatten sich sofort bereit erklärt, Solidarität mit den Opfern des Hochwassers zu zeigen. Denn erstens, so stellte der Vorsitzende des Integrationsrats, Dr. Ömer Lüftü Yavuz, fest, seien viele Münsteraner mit Migrationshintergrund vom Hochwasser betroffen gewesen. Zweitens sei man ja nicht nur Münsteraner wenn die Sonne scheint, sondern eben auch im umgekehrten Fall.

Die Musiker kamen mit Balaphon, Kpanlogo und Djembé aus Köln, Berlin und Kamerun, um den Münsteranern ordentlich einzuheizen. Mit ordentlichen Bässen und leuchtenden Farben holten Mama Afrika, Adesa, Aly Keita und Jano Akono die Sonne Afrikas auf die Bühne und ließen den westfälischen Regen links liegen.

Den Fans gefiel das richtig gut. Im Rhythmus der Musik ließen sie die Klappsessel im Auditorium wippen. Und da lag das Problem: Richtige Stimmung konnte im Hörsaal irgendwie nicht aufkommen. Noch dazu hatte sich der Sommer mit einer lauen Sommernacht zurück gemeldet, so dass viele es vorzogen, ihren Abend draußen statt im Hörsaal zu verbringen – trotz der fantastischen Show, die etwa die Gruppe Mama Afrika aus dem Senegal bot, die dafür sorgten, dass kaum ein Bein stillhielt. Da fehlte eindeutig die Tanzfläche.

Aus Münster waren die Trommler Kpanlogo aus Wolbeck mit ihrem Leiter Ben Bönniger und das Duo Peugeot Noir angereist. Kpanlogo sorgten für mitreißende Rhythmen. Mit Peugeot Noir wurde es bei Django-Gitarre und Knopf-Akkordeon ruhiger.

Solidarisch zeigten sich auch zwei Vertreter der Nigerianischen Botschaft aus Berlin, die zum Konzert angereist waren, es aber vorzogen, im oberen Drittel der Sitzreihen in sicherer Entfernung der Bässe Platz zu nehmen.

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