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Fahrradstraße

Hittorfstraße: Stadt stellt Sperrpfosten auf

Münster

Die Hittorfstraße war bis vor Kurzem ein Geheimtipp für Autofahrer – als Schleichweg, um die Ampeln am Ring zu umgehen. Doch das ist nun vorbei: Die Stadt hat Sperrpfosten eingesetzt.

Von Lukas Speckmann

Für Radfahrer ohne Überbreite ist die Hittorfstraße immer noch passierbar. Foto: Oliver Werner

Die Hittorfstraße ist eine Fahrradstraße: rot eingefärbt, entsprechend gekennzeichnet und für Kraftfahrzeuge gesperrt – Anlieger frei.

Klingt gut, hat aber nicht immer funktioniert. Denn als Durchfahrtstraße für ortskundige Autofahrer und pfiffige Pendler blieb die Hittorfstraße zum Ärger der Nachbarschaft beliebt. Damit allerdings ist jetzt Schluss: Die Stadt hat den Anfang Mai von der Bezirksvertretung Mitte gefassten Beschluss umgesetzt und die Straße mit Sperrpfosten versehen.

Für Räder fast zu breit, für Autos zu schmal

Die Durchfahrbreite beträgt 1,75 Meter. Für Fahrräder mit Anhänger und Lastenfahrräder ist das bequem genug. Autofahrer müssten schon auf das kleinste Kleinwagenmodell ausweichen und auch dann noch Millimeterarbeit leisten, wenn sie ohne Kratzer am Lack hindurch wollen.

Das aber ist nicht vorgesehen: Kurz nach den Pfosten hat die Stadt auch Sackgassenschilder aufgestellt und damit auch die letzten Zweifel beseitigt: Zuletzt mussten nicht mehr so viele Autos wenden wie am ersten Tag der Sperrung.

Freie Fahrt für Fahrräder! Ansonsten ist die Beschilderung an der Hittorfstraße etwas unübersichtlich. Ortsfremde Autofahrer sollten es besser gar nicht erst versuchen . . . Foto: Oliver Werner

Die Stadt will den Autofahrern nun ein paar Wochen Zeit lassen, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Dann soll der Durchfahrtsverkehr erneut beobachtet werden. Es besteht die Hoffnung, dass der kleine Rottendorfweg als Ausweichstrecke zu unbequem ist.

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