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Welt-Aids-Tag

Weniger HIV-Meldungen in NRW – Zahlreiche Unterstützungsangebote

Münster

Am 1. Dezember ist Welt-Aids-Tag. Nach Angaben der Stadt ist die Zahl der HIV-Meldungen in NRW im vergangenen Jahr zurückgegangen. Das könnte jedoch auch mit den coronabedingten Einschränkungen zusammenhängen.

Die rote Schleife ist das weltweit anerkannte Symbol für die Solidarität mit HIV-Infizierten. Foto: dpa

Zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember erinnern das Gesundheitsamt der Stadt und die Fachstelle für Sexualität und Gesundheit der Aidshilfe Münster e.V. an ihre Angebote von HIV-Tests und Beratung, gerade auch zur Prävention. Sowohl das Gesundheitsamt als auch die Fachstelle der Aidshilfe bieten bei Fragen in Bezug auf sexuell übertragbare Krankheiten Unterstützung an.

„In den Hochzeiten der Corona-Pandemie waren verschiedene Angebote eingeschränkt. Jetzt möchten wir ein deutliches Signal an alle Menschen senden, die mit uns Kontakt aufnehmen wollen: Wir sind gemeinsam für Sie da“, sagt Christine Boldt, Ärztin und Koordinatorin der HIV/STI-Beratungsstelle des Gesundheitsamtes, in einer städtischen Pressemitteilung.

Weniger HIV-Meldungen in NRW

Im Jahr 2020 sind die HIV-Meldungen aus Nordrhein-Westfalen an das Robert Koch-Institut im Vergleich zu 2019 um rund sieben Prozent (2019: 680 Meldungen, 2020: 630 Meldungen) zurückgegangen. David Koch, Psychologe und Berater bei der Aidshilfe Münster: „Der Rückgang der Meldungen kann unterschiedliche Gründe haben, wie etwa ein verändertes Sexual- und Test-Verhalten. Aber es liegt nahe, dass das eingeschränkte Testangebot aufgrund der Corona-Pandemie auch seinen Teil dazu beigetragen hat.“

Neben sinkender HIV-Neuinfektion sei jedoch ein Anstieg anderer sexuell übertragbarer Infektionen wie Syphilis, Tripper und Chlamydien zu beobachten, heißt es in der Mitteilung der Stadt. Dies solle zum Anlass genommen werden, dass möglichst weiterhin ausreichend Angebote zur Testung und Beratung ermöglicht werden, so Boldt.

Christine Boldt

„Auch in einer möglichen nächsten Corona-Welle sind HIV, andere sexuell übertragbare Infektionen oder MPX-Viren („Affenpocken“) nicht einfach weg“, macht Christine Boldt deutlich. „Wir freuen uns sehr, dass wir seit diesem Jahr auch Trans*-, Inter*- und nichtbinären Personen ein Testangebot bieten können“, ergänzt David Koch. Der Testabend, der immer am dritten Dienstag des Monats stattfindet, ist nun für alle sexuell aktiven Menschen geöffnet.

Das Gesundheitsamt Münster bietet nach Terminvereinbarung Testungen auf HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen an. Dienstags von 13 bis 15 Uhr gibt es eine offene Sprechstunde. Die Anmeldung kann online über die Homepage der Stadt Münster, per E-Mail an sti-beratung@stadt-muenster.de oder telefonisch unter 0251/4925331.

Anmeldungen für den Testabend bei der Fachstelle für Sexualität und Gesundheit der Aidshilfe sind telefonisch unter 0251/609600 oder per E-Mail an koch@aidshilfe.org möglich.

Programm zum Welt-Aids-Tag

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