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Angehende Architekten gestalten Quartiere

Hochhäuser und Innenhöfe: Studenten planen „Münster 2030“

Münster

Verdichtete Quartiere für das Jahr 2030 haben Architekturstudenten geplant und damit eine Diskussionsanregung gegeben.

Klaus Baumeister

Foto: Animation: Fachhochschule Münster

Wie und wo wohnt man 2030 in Münster? Dieser Frage widmete sich ein Wettbewerb für Architekturstudenten. Offiziell trug er den Titel: „Ideenwettbewerb für Qualifizierung von Raumreserven im Wohnort Münster“. 22 studentische Teams aus Hamburg, Weimar, Braunschweig, Weihenstephan sowie aus Münster nahmen teil.

Der Vorteil der Ortskenntnis war vermutlich einer der Gründe dafür, dass beide siegreichen Teams aus Münster kommen: Das Projekt „Urban Cluster“, erarbeitet von Marlen Lulu Sartorius, Thomas Bergerbusch und Stefan Degott widmet sich einer Fläche an der Von-Esmarch-Straße. Das Team Titus Wiehagen und Patrick Gläßner gestaltete unter dem Titel „Kollektiv Gartenstraße“ das Umfeld des Gefängnisses neu.

Beide Arbeiten sollen im Folgenden vorgestellt werden, ferner die Arbeit „3+4“ von Kristina Franke und Lisa Mössner. Für ihre Pläne zur Bebauung der Aaseestadt erhielten sie von der Jury eine „Anerkennung“.

Innovative Ideen gesucht

Auslober des Wettbewerbs waren die Stadt Münster und die LBS-Bausparkasse Münster. Sie verfolgten damit ein klar definiertes Ziel: „Im Rahmen des studentischen Ideenwettbewerbs geht es um die Auslotung von potenziellen Verdichtungsräumen und Raumreserven sowie die Entwicklung von innovativen Ideen für eine mögliche Verdichtung der Stadt und darüber hinaus um Bilder für urbane Wohnformen.“

Ob die von den Studenten erarbeiteten Pläne indes bei den Münsteranern ankommen, steht auf einem anderen Blatt. So gestaltete das Team Franke/Mössner für die Aaseestadt vier jeweils 15 Etagen hohe Gebäude, in denen 220 Wohnungen Platz fänden.

Foto:

Dazu merken sie an: „Die Höhe der Türme ermöglicht den Bewohnern Privatsphäre und eine spektakuläre Aussicht. Die geringe bebaute Fläche schafft die Voraussetzungen für einen qualitativen Außenraum.“

Nachbarschafts- und Identitätsbildung

Mit einem Quartier an der Grenze zwischen Innen- und Außenstadt beschäftigt sich das Projekt „Urban Cluster“. Das Team überplante die alte Britensiedlung an der Ecke Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße. Für wichtig erachten es die Architekturstudenten, dass die mehrgeschossigen Gebäude jeweils einem Innenhof zugeordnet sind. „Die Höfe tragen zur Nachbarschafts- und Identitätsbildung bei und beinhalten die zentralen innere Clustererschließung.“

Die Arbeit „Kollektiv Gartenstraße“ definiert das überplante Quartier als „Transitbereich zwischen dem verdichteten Kreuzviertel und dem von Einfamilienhäusern geprägten Gebiet um die Piusallee“. Wichtig sei es, verschiedene soziale Schichten anzusprechen.

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