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Corona-Pandemie

Höhere Inzidenzen in den Musterstädten Rostock, Tübingen und Münster

Münster

Rostock, Tübingen und Münster galten bislang als Musterstädte im Kampf gegen Corona. Jetzt ist die Inzidenz in Rostock und Tübingen auf über 100 gestiegen. In Münster liegt sie darunter - aber auf den Intensivstationen liegen immer mehr Corona-Patienten.

Ralf Repöhler

Aufgrund der großen Nachfrage nach Testungen hat sich das Team der Kirchenfoyers entschlossen, einen Teil ihrer Räumlichkeiten an der Salzstraße Nr. 1 in Kooperation mit der Adlerapotheke kostenlos als Testzentrum zur Verfügung zu stellen. Foto: Matthias Ahlke

Die bisher häufig genannten Musterstädte im Kampf gegen die Corona-Pandemie, Tübingen und Rostock, haben in dieser Woche bei der Inzidenz den Grenzwert 100 überschritten. Aber: Trotz einer Inzidenz von 118 im Landkreis Tübingen sind dort Geschäfte und Außengastronomie geöffnet und können mit negativem Corona-Test besucht werden. In Rostock ist die Inzidenz erstmals über 100 gestiegen. Dort sind jetzt alle Präsenzveranstaltungen abgesagt worden. Münster hatte sich mit beiden Städten über Optionen für mögliche Lockerungen ausgetauscht.

Geht es nach dem Land NRW, sollen ab Montag (19. April) zusätzliche Lockerungen in den hier ausgewählten Modellkommunen möglich sein. Corona-Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer weißt allerdings darauf hin, dass solche Maßnahmen nur bei einer Inzidenz unter 100 durchzuführen wären. „Ebenfalls sind die mit dem Modellversuch verbundenen Teilöffnungen nicht sinnvoll, solange die Schulen in Münster geschlossen sind“, stellt Heuer klar.

Stadt stimmt Lockerung mit dem Land ab

Die Stadt stimmt sich noch im Laufe der Woche mit dem Land über mögliche Lockerungsmaßnahmen ab. Sie hatte beantragt, Geschäfte mit Impfen, Schnelltest und digitaler Kontaktdatenerfassung flächendeckend zu öffnen. Dazu soll es Öffnungen in Kultur und Sport und bei der Außengastronomie geben. Münsters Inzidenz wird am Dienstag mit einem Wert von 81,5 angegeben.

Die Zahl der Corona-Patienten, die in Krankenhäusern behandelt werden müssen, steigt auch in Münster an. Wie die Stadt am Mittwoch mitteilte, müssen 50 Erkrankte stationär behandelt werden, davon 20 auf Intensivstationen. 16 Personen werden beatmet.

Nach den derzeitigen Kapazitäten sind laut DIVI-Intensivregister noch 13 Intensivbetten in Münster frei.

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