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Studium in der Pandemie

„Ich kenne genau eine andere Studentin"

Seit mehr als einem Jahr blicken die Studierenden auf Bildschirme statt in die Gesichter ihrer Kommilitonen. Viele von ihnen finden ihren ganz eigenen Weg mit der Situation umzugehen – sie alle eint: Der Wunsch, einander endlich kennen lernen zu dürfen.

Claudia Kramer-Santel

Studium im Jahr 2021: Lehrveranstaltungen, Vorlesungen und Tutorien finden ausschließlich digital statt. Die Hörsäle sind wie leergefegt. Foto: IMAGO/Olaf Döring

Im Internet hat man in der Regel mit Leuten zu tun, die man weder kennt noch sieht. Das ist in vielen Kontexten nicht weiter dramatisch. Im Fall eines Studiums ist es gelinde gesagt suboptimal. Seit drei Semestern haben die Studierenden in Deutschland keinen Hörsaal von innen gesehen. Das Schicksal verlangt es von dieser Generation, dass sie ihr Studium beinahe ausschließlich im heimischen WG-Zimmer verbringt; Vorlesungen, Praktika, Tutorien, sie alle finden nur im virtuellen Konferenzraum statt. „Das kann eine Chance sein, wir beobachten sogar, dass es viele neue Formen der digitalen Beteiligung gibt“, sagt der Kinder- und Jugendpsychiater Dr. Manuel Föcker, der am Uni-Klinikum Münster die Lage der Jugendlichen erforscht. Die andere Seite: Die soziale und motorische Entwicklung könne schnell auf der Strecke bleiben.

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