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Examen an der Zentralschule für Gesundheitsberufe St. Hildegard

Im Aufwind dank Corona

Münster

An der Zentralschule für Gesundheitsberufe St. Hildegard wurden bestandene Ausbildungen gefeiert. Offenbar zieht es seit der Pandemie mehr Menschen in diese Berufe.

Die Leiterin der Zentralschule für Gesundheitsberufe St. Hildegard, Regula Toellner, am Rande der Abschlussfeier Foto: Alexianer

„Corona ist ein Marathon, gerade für Sie im Gesundheitswesen. Diese Dauersituation ist emotional und körperlich sehr belastend. Unter solchen Umständen das Examen mit all seinen Prüfungen abzulegen, ist eine ganz besondere Leistung.“ Regula Toellner von der Zentralschule für Gesundheitsberufe St. Hildegard ist während ihrer Rede zur Abschlussfeier sichtbar beeindruckt von dem, was die ehemaligen Auszubildenden in der zurückliegenden Zeit geleistet haben.

Trotz dieser zusätzlichen Belastung erfahren die Pflegeberufe während der Pandemie einen spürbaren Aufschwung, da sind sich Toellner und ihr Kollege Peter Ahaus sicher. Die Schule, an der das Clemenshospital und die Raphaelsklinik den beruflichen Nachwuchs ausbilden, verzeichnet seit anderthalb Jahren eine deutliche Zunahme an Bewerberinnen und Bewerbern. „Wir werden am 1. August mit drei Kursen starten, in denen jeweils 28 Auszubildende zu Pflegefachfrauen und Pflegefachmännern ausgebildet werden. Das sind wesentlich mehr als in den Vorjahren“, freut sich die Leiterin der Schule, Regula Toellner. „Das zunehmende Interesse der Medien hat offenbar viele junge Menschen dazu gebracht, diese berufliche Laufbahn einzuschlagen“, wie der stellvertretende Schulleiter Peter Ahaus vermutet.

20 Prozent haben Ausbildung abgebrochen

Andererseits haben rund 20 Prozent der jungen Menschen während der Ausbildung das Handtuch geworfen, wie Toellner und Ahaus berichten. Aus Angst vor einer Infektion mit Covid-19 oder wegen zusätzlicher Belastungen, die der Lockdown oder das E-Learning mit sich gebracht haben. „Die Auszubildenden, die jetzt ihr Examen machen, haben wirklich mächtig was geleistet, das war kein einfaches Jahr.“

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