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Arbeiten in der Dominikanerkirche vor dem Abschluss

Im März kehrt das Pendel zurück

Münster

Die Sanierung der Dominikanerkirche steht vor dem Abschluss. Damit kann im März das Pendel-Kunstwerk von Gerhard Richter an die Salzstraße zurückkehren. Anfang 2020 war es für die Arbeiten abgebaut worden.

Martin Kalitschke

Die Sanierung der Dominikanerkirche steht vor dem Abschluss. Im März soll das Pendel von Gerhard Richter an seinen angestammten Platz zurückkehren. Foto: Oliver Werner

Hunderttausende Besucher haben seit 2018 das Gerhard-Richter-Kunstwerk „Zwei graue Doppelspiegel für ein Pendel“ in der Dominikanerkirche an der Salzstraße bewundert. Anfang 2020 wurde es abgebaut, damit die Sanierung des inzwischen profanierten Gebäudes auch im Innenraum weitergehen konnte.

Nun stehen die Arbeiten vor dem Schluss. Damit kann das Kunstwerk, das derzeit noch an einem geheimen Ort gelagert wird, Ende März an seinen Platz zurückkehren, berichtet Stadt-Pressesprecherin Monika Bitter.

2018 hatte die Sanierung der Dominikanerkirche begonnen. Zunächst wurden Fassade und Dach erneuert, ab Anfang 2020 der Innenraum. Inzwischen sind Kuppel, Wände und Säulen neu gestrichen worden. Der alte Fußboden wurde herausgebrochen und anschließend eine Fußbodenheizung verlegt. Aktuell werden die neuen Bodenplatten gesetzt – der helle Naturstein „Jura gelb“ stammt aus der Nähe von Nürnberg.

Die Sanitäranlagen werden grundlegend überarbeitet, die Sakristei ist aufgestockt worden, sie soll künftig als Backstage-Bereich dienen. Nach ihrer Profanierung soll die zwischen 1708 und 1725 errichtete Barock-Kirche künftig zum Kunstort werden – mit Konzerten, Lesungen und gesellschaftlichen Ereignissen wie Empfängen, berichtet Projektleiterin Annegret Mantke vom Amt für Immobilienmanagement.

Sowohl die Sanierung als auch der Einbau einer modernen Infrastruktur seien in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalbehörde erfolgt, betont sie. Zu dieser Infrastruktur zählt auch ein ausgeklügeltes Akustiksystem, das den Raumklang künftig deutlich verbessern soll – und zunächst gar nicht vorgesehen war. Es ist bereits installiert, für das Auge aber kaum wahrnehmbar. Die Feinjustierung soll in den kommenden Wochen erfolgen, dabei wird – hinter verschlossenen Türen – die Westfälische Schule für Musik mithelfen.

Die Kosten für die Baumaßnahme hatte die Stadt anfangs auf 3,7 Millionen Euro beziffert. Der städtische Anteil hat sich jedoch in der Zwischenzeit mehr als halbiert, da es hohe Förderzusagen von Land und Bund gegeben hat.

Ist das Pendel wieder aufgebaut, folgt die dritte und letzte Phase der Sanierung: Vermutlich zwischen März und Juni wird der barocke Altar restauriert. Eine Glastür wird ihn künftig vom übrigen Kirchenraum trennen, damit das für ihn optimale Raumklima sichergestellt ist.

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