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Corona-Lage

Immer mehr Infektionen bei Kindern und Jugendlichen in Münster

Münster

Von Sinkflug keine Spur: Die Corona-Zahlen in Münster sind auch in der vergangenen Woche weiter gestiegen. Die Inzidenzen haben vor allem bei den Kindern und Jugendlichen deutliche Sprünge nach oben gemacht.

Von Anna Spliethoff

Bei Kindern und Jugendlichen in Münster sind die Inzidenzen besonders hoch. Foto: dpa (Symbolbild)

Immer mehr Infizierte, immer höhere Inzidenzen: Bei der Corona-Lage in Münster ist keine Entspannung in Sicht. In der vergangenen Woche (7. bis 13. Februar; KW 6) hat das Gesundheitsamt in Münster 4605 Corona-Neuinfektionen registriert. Das sind 1004 mehr als noch in der Vorwoche, in der die Zahlen zwischenzeitlich ein wenig gesunken waren. Dies geht aus dem wöchentlichen Daten-Report der Stadt Münster hervor.

Steigende Infektionszahlen bedeuten auch steigende Inzidenzen: Die stadtweite Inzidenz gibt die Verwaltung im Datenreport für die vergangene Woche mit 1465,0 an. Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Plus von 319,4. So hoch wie aktuell war die Sieben-Tage-Inzidenz bislang noch nie seit Beginn der Pandemie.

Inzidenz bei Jugendlichen steigt sprunghaft an

Während die Inzidenzen in der fünften Kalenderwoche (31. Januar bis 6. Februar) gesunken waren, setzte sich diese Entwicklung in der vergangenen Woche nicht fort: Die Inzidenzen haben wieder einen - teils sogar deutlichen - Sprung nach oben gemacht.

Vor allem bei den Zwölf- bis 17-Jährigen ist die Sieben-Tage-Inzidenz in der vergangenen Woche stark gestiegen. Sie liegt nach Angaben der Stadt nun bei 3193,5. Im Vergleich zur Vorwoche war das ein Plus von 928,7. In keiner anderen Altersgruppe ist die Inzidenz in der vergangenen Woche so stark gestiegen. Zum ersten Mal liegt die Inzidenz zudem überhaupt bei mehr als 3000.

Inzidenz bei Menschen ab 65 steigt nur langsam

Die zweitmeisten Corona-Neuinfektionen wurden in der vergangenen Woche bei den Kindern in Münster registriert. Bei den Null- bis Elfjährigen liegt die Inzidenz bei 2651,4 - im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 660,5. Seit Ende der Weihnachtsferien sind die Inzidenzen bei den Kindern und Jugendlichen in Münster deutlich höher als in den anderen Altersgruppen.

Auch bei den jungen Erwachsenen ist die Inzidenz weiter gestiegen. Laut Stadt liegt sie bei den 18- bis 29-Jährigen nun bei 1631,1 (+421,2). Bei den 35- bis 64-Jährigen ist die Inzidenz innerhalb einer Woche um 247,0 auf nun 1373,0 gestiegen. Mit Abstand den niedrigsten Wert gibt es weiter bei den Menschen ab 65 Jahren. Bei ihnen liegt die Inzidenz bei 374,4 (+21,4). Auch in dieser Altersgruppe ist die Inzidenz in den vergangenen Wochen stetig gestiegen, allerdings ist der Anstieg deutlich langsamer.

Meiste Corona-Infektionen erneut in Gievenbeck

Die meisten Corona-Infektionen wurden innerhalb einer Woche erneut in Gievenbeck registriert. Zwischen dem  7. und 13. Februar wurden dort 304 Neuinfektionen bestätigt - so viele wie in keinem anderen Stadtteil in Münster. Bereits seit Wochen sind die Infektionszahlen in Gievenbeck besonders hoch.

Auch in Münsters Norden sowie im Süden häufen sich die Infektionsfälle. In Coerde wurden 253, in Kinderhaus-West 187 Infektionen bestätigt. In Hiltrup-West hat es 195 Infektionen gegeben, in Amelsbüren 169 und in Angelmodde 183. In Uppenberg und Rumphorst waren es je 165 Infektionen innerhalb einer Woche.

Viele Infektionen in Amelsbüren

Im Verhältnis zur Einwohnerzahl war die Zahl der Corona-Infektionen in Amelsbüren am höchsten. Dort ergibt sich eine rechnerische Inzidenz von 2562,2. In Coerde liegt die rechnerische Inzidenz bei 2256,3, in Kinderhaus-Ost bei 2167,5.

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