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Kundgebung vor der LWL-Zentrale

Ungeimpfte fürchten um ihren Arbeitsplatz

Münster

Im Zusammenhang mit dem neuen Gesetz zur „einrichtungsbezogenen Impfpflicht" hat es am Mittwoch eine Demonstration vor der Zentrale des LWL gegeben. Ungeimpfte Mitarbeiter beklagten sich darüber, dass sie diskriminiert würden.

Von Klaus Baumeister

Elisabeth von Hornstein (r.) sprach gestern zu Ungeimpften, die um ihren Arbeitsplatz beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe fürchten. Foto: Oliver Werner

Rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), die sich nicht gegen Corona impfen lassen möchten, haben am Mittwoch vor der LWL-Zentrale am Freiherr-vom-Stein-Platz demon­striert. Sie beklagten sich darüber, dass sie am Arbeitsplatz drangsaliert werden und ihnen jetzt auch noch die Freistellung bei Fortfall der Bezüge angedroht werde.

Organisiert wurde die Demonstration von der Impfpflichtgegnerin Elisabeth von Hornstein, deren Mann in der LWL-Klinik Lengerich beschäftigt ist. „Ich stehe hier, weil ich Angst habe, dass mein Mann demnächst kein Geld mehr bekommt.“ Auf jeden Fall seien entsprechende Briefe verschickt worden, nach Ansicht von Hornsteins „ohne Gesetzesgrundlage“. In einer Erklärung heißt es: „Damit wird zu Lasten der Patienten die Erfüllung des Versorgungsauftrags der LWL-Klinik in Lengerich erschwert beziehungsweise gefährdet.“

LWL widerspricht den Vorwürfen

Frank Tafertshofer, Pressesprecher des LWL, widersprach den Vorwürfen. Bislang sei kein ungeimpftes medizinisches Fachpersonal in Kliniken des LWL freigestellt worden. Wohl aber habe man Ungeimpfte auf mögliche Konsequenzen hingewiesen, die sich aus dem Gesetz zur „einrichtungsbezogenen Impfpflicht“ ergeben könnten. Perspektivisch könnte es unter Umständen zu einem Betretungsverbot kommen.

Das neue Gesetz sieht in einem ersten Schritt vor, dass alle Ungeimpften in den Gesundheits- und Pflegeberufen den Gesundheitsämtern gemeldet werden.

Die Corona-Impfquote in den Einrichtungen des LWL in Münster und Lengerich gab Tafertshofer mit „über 95 Prozent“ an.

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