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Neues Spiel begeistert junge Leute

In Konifez steckt Spaß

Münster

Das neue Spiel, das viele junge Leute begeistert, heißt Konifez. Das ist Masematte und heißt Spaß mit Säckchen. Am Wochenende gab es in der Trafostation am Buddenturm sogar ein World-Cup-Turnier.

Maria Conlan

Konifez-Gründer Florian Witterlein und Firmeninhaber Marvin Wanders (kl.Foto) freuen sich über das Konifez-Turnier in der Trafo-Station. Foto: Maria Conlan

Sie scherzen rum, unterhalten sich, dann kneten sie noch ein wenig das Stoffsäckchen in ihrer Hand, gehen in Position, nehmen Augenmaß und zielen auf das Holzbrett. Nein, dieser Wurf wurde nicht ins Loch versenkt, aber immerhin liegt das Säckchen noch auf dem Brett, das gibt einen Punkt.

Stoffsäckchen im Bretterloch versenken

Der nächste Werfer landet das blaue Säckchen so, dass das grüne doch noch reinrutscht. Jubel, abklatschen und weiter geht‘s. 32 Männer und Frauen, die meisten zwischen 25 und 35 Jahre alt sind konzentriert am Samstagnachmittag bemüht, die Stoffsäckchen im Bretterloch zu versenken, das gibt nämlich gleich drei Punkte und sie damit dem Konifez-Worldcup-Sieg und dem Pokal näher.

Sogar aus Trier kam ein Team angereist. „Ich spiele es erst zum dritten Mal, ich kann es gar nicht so gut“, sagt eine junge Frau – die vorher schon etliche Treffer gelandet hat und offensichtlich viel Spaß hat.

USA hat Cornhole – Münster hat Konifez

USA hat Cornhole – Münster hat Konifez. Das leitet sich von Masematte ab, erklärt Konifez-Gründer Florian Wintterlin. Koni für Säckchen und Fez für Spaß. Und den Spaß machte er zusammen mit Marvin Wanders zum Unternehmen und lässt das Spielset mit den Stoffsäckchen und Brettern von Westfalenfleiß herstellen. Hier spielen die Mitarbeiter inzwischen auch in ihrer Pause Konifez. Ansonsten wird es viel an Schulen, Jugendheime und Firmen verkauft.

Zwei Spieler bilden ein Team

Den Worldcup führen sie dieses Jahr zum dritten Mal durch, unterstützt von Liba und der Trafostation am Buddenturm, dem Austragungsort. Hier gibt es immer Konifez-Bretter zum Üben.

Die Holzbretter werden in sechs Meter Abstand aufgebaut, jeder Spieler hat zwei Säckchen zur Verfügung, zwei Spieler bilden ein Team. Konzentration und Geschicklichkeit, Taktik und Teamgeist sind gefragt. Kurz vor 18 Uhr wechseln alle ins Gebäude. Der Regen ist schlecht fürs Holz. Drinnen wird die Stimmung noch mal konzentrierter, die Teams stehen eng beieinander, es bleibt spannend bis das Gewinnerteam feststeht...

Die große Überraschung bleibt am Ende aus, obwohl ein Vater-Sohn-Team im Finale steht, das an diesem Tag zum ersten Mal Konifez gespielt hat. Denn ihre Gegner, die "Cornhole Glückskekse" aus Rheinland-Pfalz, spielen in der deutschen Cornhole-Bundesliga und üben das Säckchenwerfen mehr als zwölf Stunden pro Woche.

Dennoch war es spannend und knapp. Und so feierten die ausgeschiedenen Mannschaften die beiden sympathischen Final-Teams gleichermaßen — und am Ende den Sport sowie sich selbst für einen Tag voller "Fez".

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