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Corona-Lage

In zwei Altersgruppen Inzidenzen von mehr als 1000

Münster

Die Infektionszahlen bei Kindern und Jugendlichen in Münster schnellen weiter in die Höhe. In zwei Altersgruppen liegt die Inzidenz bei mehr als 1000. Vor allem in einem Stadtteil hat es viele Neuinfektionen gegeben.

Von Anna Spliethoff

Eine Mitarbeiterin einer Teststation in der Innenstadt nimmt einen Abstrich von einem jungen Mann. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Die Infektionszahlen bei Kindern und Jugendlichen in Münster steigen weiter rasant an. Sowohl bei den Null- bis Elfjährigen als auch bei den Zwölf- bis 17-Jährigen lag die Inzidenz in der vergangenen Woche (Kalenderwoche 3; 17. bis 23. Januar) bei mehr als 1000. Das geht aus dem wöchentlichen Datenreport der Stadt Münster hervor.

Bei den Zwölf- bis 17-Jährigen hatte die Inzidenz bereits in der ersten Woche nach den Weihnachtsferien über 1000 gelegen. In der vergangenen Woche ist sie erneut gestiegen - auf nun 1122,1. Bei den Kindern zwischen null und elf Jahren war die Inzidenz in der vergangenen Woche zum ersten Mal vierstellig. Laut Report der Stadt liegt sie bei 1087,7 - ein Plus von 275,0. In keiner anderen Altersgruppe ist die Inzidenz so stark gestiegen.

Mehr als 2000 Corona-Infektionen in einer Woche

Die Wocheninzidenz im gesamten Stadtgebiet lag laut des Reports bei 645,1 (+70,3). Innerhalb von sieben Tagen wurden nach Angaben der Stadt 2019 Corona-Neuinfektionen bestätigt, 220 mehr als noch in der Vorwoche.

Die meisten Infektionen hat es erneut im Stadtteil Gievenbeck gegeben. 150 Neuinfektionen hat das Gesundheitsamt dort registriert. Gievenbeck ist aktuell der einzige Stadtteil, in dem innerhalb einer Woche eine dreistellige Zahl von Infektionen bestätigt wurde. Dass in Gievenbeck viele junge Menschen wohnen, treibt die Zahlen dort nach oben.

Doch auch in anderen Stadtbezirken ist das Infektionsgeschehen dynamisch. In Kinderhaus-West (89) und im Kreuzviertel (86) wurden mehr als 80 Infektionen bestätigt, in sieben Stadtteilen noch mehr als 70: Mecklenbeck (77), Hiltrup-West (76),  Coerde (74), Geistviertel (73), Mauritz-Ost, Berg Fidel und Hiltrup-Mitte (je 71).

Nicht nur bei den jungen Münsteranerinnen und Münsteranern ist die Inzidenz in der vergangenen Woche deutlich gestiegen. In allen Altersgruppen war die Inzidenz in der Vorwoche höher als noch in der zweiten Kalenderwoche. Bei den 18- bis 29-Jährigen liegt sie nun bei 919,0 (+48,3), bei den 30- bis 64-Jährigen bei 548,2 (+44,4). Die niedrigste Inzidenz haben weiter Menschen ab 65 Jahren. Sie liegt nun bei 167,9 (+37,9).

Erneut keine Daten zu Infektionen bei Geimpften

Der Stadt liegen keine Daten vor, wie viele der mehr als 2000 Corona-Neuinfektionen in der vergangenen Woche bei geimpften Münsteranerinnen und Münsteraner nachgewiesen wurden. Das geht aus dem Report hervor. Bereits in der vergangenen Woche hatte ein Sprecher erklärt, dass "aus Kapazitätsgründen" keine aktuellen Zahlen geliefert werden können. Wegen der hohen Fallzahlen kommen die Corona-Scouts an ihre Grenzen, so der Sprecher.

Video in Kooperation mit dem WDR:

In den vergangenen Wochen lag der Anteil der Geimpften unter den Neuinfizierten bei knapp 50 Prozent. Nicht unterschieden wird dabei, ob die Infizierten Krankheitssymptome aufweisen oder nicht. Dass sich auch viele Geimpfte infizieren, liegt auch an der vergleichsweise hohen Impfquote: Wenn viele Menschen geimpft sind, steigt die statistische Wahrscheinlichkeit, dass sich auch mehr Geimpfte unter den Infizierten befinden.

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