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Covid-19-Patienten

Intensivbetten werden im Klinikalltag täglich knapper

Münster

Hat die Stadt weiterhin genügend Intensivbetten angesichts der steigenden Zahl an Corona-Infizierten? Der Krisenstab spricht am Mittwoch über die Kapazitäten. Und über die stille Reserve, die mobilisiert werden kann.

Ralf Repöhler

Foto: Fabian Strauch/dpa

Die Zahl der im Klinikalltag vorgehaltenen Betten für Corona-Patienten auf den Intensivstationen der münsterischen Krankenhäuser wird täglich knapper. Der Krisenstab der Stadt beschäftigt sich in seiner Sitzung am Mittwoch (11. November) angesichts der weiter steigenden Infektionszahlen mit den Betten-Kapazitäten und der Versorgung akut Corona-Erkrankter. „In Anbetracht der Fallzahlen und der krankheitsbedingten Ausfälle im Personal wird sich die Lage weiter anspannen. Dabei ist die Belastung der Krankenhäuser bereits jetzt ausgesprochen hoch“, sagt Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer.

Die zweite Welle der Corona-Pandemie treibt die Zahlen in die Höhe. Auffällig ist in Münster, dass die Hälfte der an Covid-19 erkrankten Patienten, die ins Krankenhaus kommen, auf der Intensivstation behandelt werden müssen. In Zahlen von Dienstag ausgedrückt: 44 Erkrankte werden stationär behandelt, 22 davon intensiv, 15 davon werden beatmet.

Krisenstab im ständigen Austausch mit Krankenhäusern

Heuer geht davon aus, dass sich die Lage in den kommenden zehn Tagen weiter anspannt, bis die Fallzahlen durch den aktuell zweiten Lockdown dann hoffentlich wieder deutlich sinken. Der Corona-Krisenstab ist im ständigen Austausch mit den Krankenhäusern und weiß, dass im Notfall eine dreistellige Zahl an Intensivbetten mobilisiert werden könne. Dafür müssten dann Personal umgeschichtet, Operationen zum Beispiel abgesagt werden. „Wir kommen an diese Grenze heran, wo wir zusätzliche Betten benötigen“, sagt Heuer.

Am bisherigen Höhepunkt der Corona-Pandemie, Ende März, hieß es, dass 206 zusätzliche Intensivbetten in Münster mobilisiert werden könnten. Am 31. März waren 40 von 56 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern, 16 auf Intensivstationen, sieben mussten beatmet werden.

Weiterer Todesfall am Dienstag in Münster

Nach Angaben der Stadt hat es einen weiteren Todesfall gegeben. Ein 80-jähriger Covid-19-Patient ist am Montag in einem münsterischen Krankenhaus verstorben. Insgesamt sind 17 Patienten in der Stadt im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben.

In einer Kindertagesstätte in Münster-Hiltrup sind drei Erzieherinnen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. 19 Kinder und weitere vier Erzieherinnen sind in Quarantäne. Insgesamt befinden sich derzeit 1271 Personen in Münster als Kontaktpersonen der Kategorie 1 (935) oder als Reiserückkehrer (336) in Quarantäne.

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