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Corona-Lage

Inzidenz in Münster über Vorjahresniveau

Münster

Wie entwickelt sich die Corona-Lage in Münster? Ein Blick auf die Inzidenz zeigt eine Parallele zum Vorjahr. Der Großteil der Infizierten ist dabei mittlerweile allerdings geimpft.

Von Jan Hullmann

Die Zahl der positiven Corona-Tests ist in Münster zuletzt deutlich angestiegen - vor allem bei jungen Erwachsenen. Foto: dpa

Die Corona-Lage in Münster hat sich in der zweiten Woche der Herbstferien deutlich verschärft. Das geht aus dem wöchentlichen Report der Stadt hervor. In der vergangenen Kalenderwoche (KW 42 - 18. bis 24. Oktober) hat es im Stadtgebiet 183 bestätigte Corona-Infektionen gegeben. In der ersten Woche der Herbstferien waren es 107. Entsprechend ist die Sieben-Tage-Inzidenz von 34,2 auf 58,5 geklettert, Tendenz steigend. Damit scheint sich eine Entwicklung des Vorjahres zu wiederholen: Auch damals gab es im Herbst einen deutlichen Anstieg der Infektionszahlen. Die Inzidenz in Münster liegt derzeit leicht über dem Vorjahreswert. Die zwei großen Unterschiede: Damals gab es keine Impfungen und keine Delta-Variante.

Die hohe Impfquote in Münster – knapp 260.000 Menschen, die aber nicht alle auch in der Stadt wohnen, wurden hier geimpft – zeigt sich auch bei der Verteilung der Infektionen: Von den Infektionen in der vergangenen Woche sind etwa zwei Drittel (124) bei geimpften Personen registriert worden, wie aus dem Datenreport der Stadt hervorgeht. Bei der Interpretation dieser Daten ist aber zu berücksichtigen, dass etwa 80 Prozent der Münsteranerinnen und Münsteraner geimpft sind, die Gruppe der Geimpften also knapp viermal so groß ist wie die der Ungeimpften.

Zweistellige Infektionszahlen im Kreuzviertel und in Gievenbeck

Die meisten Infektionen wurden in der vergangenen Woche im Kreuzviertel (19), in Gievenbeck (14) und Handorf (10) registriert. Die drei Stadtteile waren die einzigen, in denen die Zahl der Infektionen zweistellig waren.

Höchste Inzidenz bei jungen Erwachsenen

Beim Blick auf die Entwicklung der Sieben-Tages-Inzidenzen in den verschiedenen Altersgruppen stechen die jungen Erwachsenen derzeit heraus. Wie in der Vorwoche hat es bei den 18- bis 29-Jährigen den höchsten Wert gegeben. Die Inzidenz hat sich dort von 43,9 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen auf 93,7 mehr als verdoppelt. Und das, obwohl die Impfquote bei den Studierenden laut einer Umfrage der Uni Münster außerordentlich hoch ist.

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